Ausbildungssicherung in der Pandemie

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Grundsätzlich ist der Ausbildungsbetrieb verpflichtet, alle verfügbaren Mittel auszuschöpfen, um die Ausbildung während der Corona-Pandemie weiter zu gewährleisten.

Am 28. April 2020 fand der Erfahrungsaustausch „Ausbildungssicherung in der Pandemie“ statt. In der Veranstaltung wurde diskutiert, wie in der aktuellen Situation die Ausbildung der Auszubildenden weiterhin ermöglicht werden kann. Die Lösungen hierzu waren sehr unterschiedlich und hängen auch von den Ausbildungsberufen ab. So waren sich die Teilnehmer alle einig, dass es deutlich einfacher ist, in der aktuellen Situation kaufmännischen Auszubildenden – im Gegensatz zu den gewerblichen – weiterhin eine adäquate Ausbildung zu bieten.  Durch VPN-Tunnel und Videokonferenzsysteme können kaufmännische Auszubildende auch im Home Office weiterhin gut betreut werden.

Bei den gewerblichen Auszubildenden gestaltet sich die Betreuung im Home Office deutlich schwieriger. Die meisten Teilnehmer berichteten daher, dass die gewerblichen Auszubildenden nach wie vor in den Unternehmen ausgebildet werden. In einigen Firmen wurden Auszubildende in zwei zeitversetzte Gruppen aufgeteilt. Hiermit konnten die geforderten Schutzmaßnahmen gewährleistet werden. Andere Teilnehmer berichteten, dass die Ausbildungswerkstatt erweitert wurde, so dass auch hier der Mindestabstand gewahrt wird.

Zudem berichteten einige Ausbilder, dass sie eine digitale Lernplattform einsetzen. So können vereinzelt Ausbildungsinhalte auch von zu Hause erlernt werden. Deutlich wurde, dass eine Lernplattform nicht von heute auf morgen eingesetzt werden kann, da sie erst mit Inhalten gefüllt werden muss. Lernplattformen, die bereits mit Inhalten versehen sind, sind in den meisten Fällen sehr kostspielig und selten passgenau für die Bedürfnisse der Unternehmen.

Als letzter Punkt wurde berichtet, dass den Auszubildenden ermöglicht wurde, an den Berufsschultagen zu Hause zu bleiben um dort die Aufgaben, die von der Berufsschule gestellt wurden, zu bearbeiten.    

Veranstalter

Die Veranstaltung wurde von ProduktionNRW angeboten. ProduktionNRW ist das Kompetenznetz des Maschinenbaus und der Produktionstechnik in Nordrhein-Westfalen und wird vom VDMA NRW durchgeführt. ProduktionNRW versteht sich als Plattform, um Unternehmen, Institutionen und Netzwerke untereinander und entlang der Wertschöpfungskette zu vernetzen, zu informieren und zu vermarkten. Wesentliche Teile der Leistungen, die ProduktionNRW erbringt, werden aus Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) gefördert.