Einkauf in Zeiten der Corona-Pandemie

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Bedingt durch Sicherheitsmaßnahmen, Kontaktbeschränkungen oder auch Kurzarbeit sind organisatorische Maßnahmen erforderlich, um die Betriebsfähigkeit des Einkaufs zu sichern. Es müssen Ausweich- und Anpassungsmaßnahmen gefunden und gleichzeitig eine Exit-Strategie für die Rückkehr zur Normalität angedacht werden.

Am 04. Mai 2020 fand der Erfahrungsaustausch „Einkauf in Zeiten der Corona-Pandemie“ statt. Die Teilnehmer berichteten, dass auch im Einkauf Home-Office-Lösungen angewandt werden. Hierbei zeigte sich eine Ambivalenz. Zu einem wurde berichtet, dass im Home Office deutlich produktiver und effektiver gearbeitet wird. Auch positiv erwähnt wurde, dass Besprechungen pünktlicher starten und deutlich fokussierter sind.  Zum anderen wurde deutlich, dass der „Flurfunk“ Prozesse verlangsamt und komplizierter macht.

Neben diesen organisatorischen Inhalten wurde über die Sicherstellung der Teileversorgung gesprochen. Es wird empfohlen die Lieferketten, sofern noch nicht geschehen, hinsichtlich des Ausfallrisikos zu analysieren. Es sollte auf Indikatoren, wie zum Beispiel die Lieferzeit geachtet werden.  Solche Faktoren können Auskunft darüber geben, wie stark ein Lieferant ausgelastet ist. Von sogenannten Hamsterkäufen, um die Teileversorgung sicherzustellen, haben die Teilnehmer bisher abgesehen. Bei einer schnellen Belebung der Konjunktur, könnte es dennoch eine Möglichkeit sein, die Lieferdauer in Beschaffungsmanagementsystemen höher einzustellen.   
Eine Möglichkeit des Einkaufs Liquidität zu sichern besteht möglicherweise darin, mit Lieferanten längere Zahlungsziele zu vereinbaren.  

Veranstalter

Die Veranstaltung wurde von ProduktionNRW angeboten. ProduktionNRW ist das Kompetenznetz des Maschinenbaus und der Produktionstechnik in Nordrhein-Westfalen und wird vom VDMA NRW durchgeführt. ProduktionNRW versteht sich als Plattform, um Unternehmen, Institutionen und Netzwerke untereinander und entlang der Wertschöpfungskette zu vernetzen, zu informieren und zu vermarkten. Wesentliche Teile der Leistungen, die ProduktionNRW erbringt, werden aus Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) gefördert.