Maschinenbau NRW: Sondereffekt bringt Belebung im Juni

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Der Auftragseingang verzeichnete im Juni 2019 ein Plus von 23 Prozent. Bei der Inlandsnachfrage gab es eine Veränderung von +1 Prozent. Das Auslandsgeschäft lag bei +35 Prozent im Vergleich zum Vorjahresniveau. Die Orders aus dem Euroraum nahmen um 33 und aus dem Nicht-Euroraum um 36 Prozent zu.

Der Dreimonatsvergleich April bis Juni 2019 zeigte ein Plus von 2 Prozent zum vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Die Inlandsaufträge nahmen um 14 Prozent ab und die Auslandsaufträge um 12 Prozent zu. Die Nachfrage aus dem Euroraum stellte sich mit +11 Prozent dar, während die Auslandsaufträge aus den Nicht-Euroländern um 12 Prozent zulegten.

Der Blick auf das erste Halbjahr 2019 zeigt, dass Auftragseingänge gegenüber dem Vorjahr um 4 Prozent abnahmen. Die Inlandsnachfrage sank um 6 Prozent, die Auslandsnachfrage um 3 Prozent, wobei die Nachfrage aus den Euro-Ländern um 14 Prozent sank und die Nicht-Euro-Länder um +1 Prozent zulegten.

Die Auftragseingänge stellen sich im Juni unerwartet positiv dar. Allerdings profitieren nur wenige Teilbranchen davon, während sich der überwiegende Teil der Maschinenbauer weiterhin in einem schwierigen Umfeld bewegt. Das gute Gesamtergebnis im Juni basiert auf einer Kombination aus relativ schwachen Vorjahreswerten sowie Sondereffekten in diesem Monat.

Der Juni schönt das Halbjahresergebnis etwas, wenngleich er es nicht kompensieren kann. Dem Maschinen- und Anlagenbau fehlt nach wie vor die Dynamik. Die Unsicherheiten auf den globalen Märkten machen sich – ebenso wie eine zyklische Abschwächung – weiterhin bemerkbar und werden uns voraussichtlich auch in der zweiten Jahreshälfte beschäftigen.

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