Mit Change Management Veränderungen meistern

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Change Management wird erforderlich, wenn grundlegende Veränderungen im Unternehmen angestrebt werden – sei es durch organisatorische Änderungen oder einhergehend mit Digitalisierungsprojekten.

Veränderungsmanagement ist ein wichtiges Thema für die Unternehmen. Die Mehrheit der Teilnehmer, die am 7. Juni 2019 am Treffen des Arbeitskreis Innovation teilnahmen, interessierte sich vor allem für das Change Management im Sinne der Transformation der Unternehmenskultur. Erforderlich wird dieser Firmenkulturwandel, wenn beispielsweise eine neue Software eingeführt wird, der Führungsstil umgestellt werden soll, oder wenn eine Organisationsänderung auch in Folge der Digitalisierung notwendig wird. Mit der Veränderung der Unternehmenskultur wird eine Anpassung der Arbeitsweisen der Beschäftigen sowie ein anderes Rollenverständnis der Mitarbeiter und Führungskräfte insgesamt erforderlich.

Im Zuge der Digitalisierung wandelt sich die Rolle der klassischen Führungskraft hierbei in der Art, dass mehr Moderation und weniger Anweisung gefragt ist. Dies setzt auf Seiten der Mitarbeiter eine selbständige Arbeitsweise und Selbstverantwortung voraus. Mitarbeiter müssen pro-aktiver handeln und eigene Verbesserungsvorschläge einbringen. Kritisch ist  beim Change Management ist, dass Unternehmensführung vollumfänglich hinter den Change Management Plänen steht und diese konsequent umsetzt. Ebenfalls müssen die zweite und dritte Führungsebene sowie weitere Mitarbeiter eingebunden werden.

Klare Kommunikation des Warum

Beim Change Prozess sollte die Notwendigkeit und Dringlichkeit der Veränderung von Anfang klar und transparent kommuniziert werden. Den Erfolg der Veränderung beziehungsweise die „Veränderungsenergie“ setzt sich dabei aus der Unzufriedenheit mit der aktuellen Situation, der Klarheit der Perspektive und dem Vertrauen in die Gangbarkeit des vorgesehenen Weges zusammen – abzüglich der Energie des Widerstands, also der Kräfte, die gegen den Change Prozess arbeiten.

Bei einer zu geringen Beteiligung seitens der Arbeitnehmerschaft kann der Prozess des Wandels verlangsamt oder völlig zum Erliegen kommen. Eine umfangreiche Beteiligung und auch der Einbindung von widerstrebenden Personen erhöht den Erfolg des Veränderungsprozesses. Die wichtigsten Skeptiker des Change Prozesses sollten innerhalb festgelegter Grenzen am Change Prozess beteiligt werden und so ihre – zum Teil berechtigen – Zweifel einbringen können.

Weitere Hürden zur Umsetzung des Veränderungsprozesses, neben skeptischen Mitarbeitern oder Führungskräften, sind das Unterschätzen der Komplexität eines solchen Prozesses sowie der Mangel an nötigen Ressourcen und Know-how. Da ein solcher Veränderungsprozess nicht innerhalb kurzer Zeit bewältigt und etabliert werden kann, müssen entsprechend Mitarbeiter und ein Budget zur Verfügung gestellt werden.

Relevante Faktoren für Change Prozesse

Im Rahmen des Arbeitskreises wurden bereits gemachte erste Erfahrungen und Ideen zu den angesprochenen Themen ausgetauscht. Im Zuge von Kleingruppenarbeiten wurden Beispiele aus dem Arbeitsalltag der Teilnehmer ausgewählt und diskutiert, welche Faktoren relevant für den Erfolg eines Veränderungsprozesses im Einzelfall sind. So wurde beispielsweise im Falle der Wiederherstellung der Innovationsfähigkeit eines Unternehmens durch einen Change Prozess dargelegt, dass neben der erwähnten 100-prozentigen Unterstützung seitens der Unternehmensführung, ein Kernteam um einen Innovationsmanager mit den entsprechenden Ressourcen zur Verfügung stehen sollte. Ebenso sollte als darauffolgender Schritt eine Innovationslandkarte inklusive der Priorisierung der Maßnahmen erfolgen. Anschließend kommen unter anderem Werkzeuge wie internes Wissensmanagement und interne Wikis zur Anwendung.

Veranstalter

Die Veranstaltung wurde vom VDMA NRW in Kooperation mit ProduktionNRW angeboten. ProduktionNRW ist das Kompetenznetz des Maschinenbaus und der Produktionstechnik in Nordrhein-Westfalen und wird vom VDMA NRW durchgeführt. ProduktionNRW versteht sich als Plattform, um Unternehmen, Institutionen und Netzwerke untereinander und entlang der Wertschöpfungskette zu vernetzen, zu informieren und zu vermarkten. Wesentliche Teile der Leistungen, die ProduktionNRW erbringt, werden aus Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) gefördert.