Brexit: Hilfestellung für NRW-Maschinenbauer

Shutterstock

Auch mehr als zwei Jahre nach dem Referendum ist noch immer unklar, welche Veränderungen auf die Unternehmen zukommen und wie die EU und das Vereinigte Königreich künftig zusammenarbeiten werden.

Der Brexit wirkt sich auf viele unternehmerische Prozesse aus und Unternehmen tun gut daran, möglichst alle Szenarien durchspielen, um sich vorzubereiten. Die Konsequenzen für die Unternehmen, die bisher vom freien Verkehr von Gütern, Dienstleistungen und Personen innerhalb der EU profitierten, werden weitreichend sein.

„Es bleibt zu hoffen, dass die britische Regierung und die EU in der letzten Sekunde noch eine Lösung für einen geordneten Brexit finden“, erklärt Hans-Jürgen Alt, Geschäftsführer VDMA NRW.

Um Unternehmen in Nordrhein-Westfalen Hilfestellung beim Brexit zu geben, hat das Wirtschaftsministerium eine Übersicht zu relevanten Ansprechpartnern bereitgestellt: https://www.wirtschaft.nrw/austritt-aus-der-europaeischen-union-ansprechpartner-und-informationen-zum-brexit.

Darüber hinaus ist der VDMA NRW in einem Arbeitskreis des Wirtschaftsministeriums zum Brexit vertreten, um die Interessen der Maschinenbauer in NRW zu vertreten.

Bei Fragen zum Brexit können sich VDMA Mitgliedsunternehmen ebenfalls an die VDMA Außenwirtschaft, Yvonne Heidler, Tel.: +49 69 6603 1400, yvonne.heidler@vdma.org, wenden.

Marktdaten zu UK

Großbritannien ist ein wichtiger Handelspartner für den nordrhein-westfälischen Maschinenbau. Der Maschinenbau ist die exportintensivste Branche Nordrhein-Westfalens. Rund 70 Prozent der hier produzierten Maschinen und Anlagen gehen in den Export. 2017 exportierten die Unternehmen Maschinen und Anlagen im Wert von 29,9 Milliarden Euro. Traditionell stehen beim Export die Lieferungen auf den europäischen Markt mit über der Hälfte der gesamten Maschinenexporte aus Nordrhein-Westfalen an erster Stelle; dahinter die Regionen Asien mit über 24 Prozent und Amerika mit 16 Prozent. Der wichtigste Absatzmarkt des nordrhein-westfälischen Maschinenbaus ist der amerikanische Markt mit Exporten in Höhe von 3,2 Milliarden Euro 2017. Ausfuhren nach China lagen bei 3,0 Milliarden Euro, gefolgt von Frankreich mit 1,5 Milliarden Euro.

Die Ausfuhren in das Vereinigte Königreich betrugen 2017 1,2 Milliarden Euro – damit lag United Kingdom auf Rang vier der nordrhein-westfälischen Exporte. In den ersten drei Quartalen 2018 sanken die Exporte auf 1 Milliarde Euro und traten damit ihren Rang an die Niederlande ab (1,1 Milliarden Euro).