Danke, Freihandel.

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Wirtschaftskraft und Wohlstand sind unmittelbar mit dem Freien Handel verknüpft. Der VDMA hat deshalb zusammen mit seinen Mitgliedsfirmen die Kampagne „Danke, Freihandel“ ins Leben gerufen.

Die VDMA-Weltkarte des freien Handels weist viele rote und gelbe Flächen auf – ein deutliches Warnzeichen, dass wichtige Märkte sich abschotten oder den internationalen Austausch von Waren zunehmend erschweren. “Die handelspolitische Großwetterlage ist schwieriger geworden. Nationalisten und Protektionisten in aller Welt rüsten sich, den Handel zu erschweren. Dagegen müssen wir uns stellen, denn unser Wohlstand und unsere Arbeitsplätze sind sonst gefährdet”, sagt VDMA-Hauptgeschäftsführer Thilo Brodtmann.

Der Verband hat deshalb zusammen mit seinen Mitgliedsfirmen die Kampagne “Danke, Freihandel.” ins Leben gerufen und sie heute auf Facebook und auf einer eigenen Webseite gestartet. Gezeigt werden soll, wie die Menschen in Deutschland, aber auch in den Exportländern der deutschen Industrie im täglichen Leben von freiem Handel profitieren. Auch sollen die Besucher der Seiten darüber diskutieren – untereinander und mit dem VDMA. “Wir wollen die Menschen mit der Kampagne begeistern, sich wieder für den freien Handel einzusetzen. Und je mehr mitmachen, desto besser”, appelliert Brodtmann.

Maschinenbau ist exportintensivste Branche Nordrhein-Westfalens

Als Technologieführer mit einer starken Exportorientierung ist der nordrhein-westfälische Maschinenbau nach wie vor erfolgreich auf den Weltmärkten unterwegs. Die Exporte des nordrhein-westfälischen Maschinenbaus betrugen 2017 ingesamt 29,9 Milliarden Euro und waren damit einer der wichtigsten Eckpfeiler der Wirtschaft nicht nur in NRW, sondern auch bundesweit. Jede fünfte deutsche Maschine wird in Nordrhein-Westfalen produziert und der Maschinenbau ist die exportintensivste Branche Nordrhein-Westfalens. Rund 70 Prozent der hier produzierten Maschinen und Anlagen gehen in den Export. Traditionell stehen hier die Lieferungen ins europäische Ausland mit mehr als Hälfte der gesamten Maschinenexporte aus Nordrhein-Westfalen an erster Stelle; dahinter die Regionen Asien mit über 24 Prozent und Amerika mit 16 Prozent.

Der wichtigste Absatzmarkt des nordrhein-westfälischen Maschinenbaus ist der chinesische Markt. Ausfuhren nach China haben im ersten Halbjahr 2018 um 20 Prozent auf 1,66 Milliarden Euro zugenommen. Damit hat die Volksrepublik die Vereinigten Staaten, die bisher der wichtigste Markt waren, abgelöst. Die Exporte in die USA haben im Vergleich zum Vorjahr um 8 Prozent auf 1,63 Milliarden Euro zugelegt. Auf den Plätzen drei bis fünf folgen Frankreich mit 800 Millionen Euro (+3,9 Prozent), die Niederlande mit 636 Millionen Euro (+7,3 Prozent) und das Vereinigte Königreich mit 600 Millionen (-3,1 Prozent). Letztere sind sich damit von der vierten auf die fünfte Stelle im Exportrang gefallen.

Marktzugangsbedingungen der wichtigsten Exportmärkte

Die Außenwirtschaftsexperten des VDMA analysieren regelmäßig die Marktzugangsbedingungen der wichtigsten Exportmärkte im Maschinenbau. Auf der hierbei erstellten Weltkarte des freien Handels 2018 sind wichtige Märkte in rot gefärbt – dies steht für einen schwierigen Marktzugang. Hierzu gehören Länder wie Russland, Indien, Brasilien, Saudi-Arabien oder Iran. Dabei spielen politische Sanktionen (Russland) ebenso eine Rolle wie Devisenkontrollen (Ägypten) oder inoffizielle Boykottaufrufe deutscher Unternehmen (Saudi-Arabien).

Besorgniserregend ist aber auch, dass große Partner wie die USA, China oder Türkei nicht auf “grün” stehen (leichter Marktzugang), sondern mit der Warnfarbe „gelb“ gekennzeichnet sind. Dabei spielen technische Handelshemmnisse ebenso eine Rolle wie die steigende Zahl von Strafzöllen. Für die exportorientierten Unternehmen gefährlich sind die immer lauter werdende Drohungen einzelner Staaten, ihr Recht auch jenseits der eigenen Grenzen mit Hilfe von Strafandrohungen durchzuboxen. 

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