Update wichtiger betriebswirtschaftlicher Themen

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Die Teilnehmer des VDMA-Arbeitskreises Betriebswirtschaft ließen sich im Mai 2018 auf den neuesten Stand wichtiger unternehmerischer Regelungen, wie EU-Datenschutz-Grundverordnung, Bilanzierung von GWG und die neuen Deutschen Rechnungslegungs Standards für die Bilanz 2017, etc. bringen.

Rund 20 Teilnehmer folgten der Einladung des VDMA NRW zum Arbeitskreis Betriebswirtschaft am 17. Mai 2018 bei der Aumund Fördertechnik GmbH in Rheinberg. Themen waren die EU-Datenschutz-Grundverordnung, die Bilanzierung von geringwertigen Wirtschaftsgütern (GWG), die neuen Deutschen Rechnungslegungs Standards für die Bilanz 2017, das Innovationscontrolling sowie der vom VDMA entwickelte Kosten-Nutzen-Rechner für Industrie-4.0-Projekte.

Nach einem Firmenrundgang durch die Produktion der Aumund Fördertechnik GmbH präsentierte Stephan Wetzel, Rechtsanwalt bei BDO Legal Rechtsanwaltsgesellschaft mbH, die Veränderungen, die die neue EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) mit sich bringt. Er zeigte die typischen Felder auf, bei denen Handlungsbedarf besteht und stellte dar, was bei nicht fristgerechter Umsetzung der DSGVO zu tun ist. Eine ausführliche Fragen-Antworten-Runde gab den Teilnehmer Gelegenheit, individuelle Problemstellungen zu diskutieren.
 
Prof. Dr. Andreas Hoffjan, Inhaber des Lehrstuhls Unternehmensrechnung und Controlling an der TU Dortmund und Mitherausgeber der Zeitschrift „Controlling“, zeigte Möglichkeiten auf, den Innovationsprozess – und damit den Erfolg von Innovationen für Unternehmen – messbar zu machen. Er stellte dar, dass vor allem die Überschreitung des geplanten Zeitbudgets einer Innovation, den Gewinn reduziert. Gerade in der Einhaltung des Projektzeitplanes und des geplanten Markteintrittstermins unterschieden sich die erfolgreichen von den weniger erfolgreichen Unternehmen.

Jörg Schoberth, Wirtschaftsprüfer und Steuerberater bei der Ebner Stolz GmbH & Co. KG, widmete sich gleich zwei Themen: für die geringwertigen Wirtschaftsgüter zeigte er auf, dass die neuen Grenzen unter Umständen zu einem auseinanderfallen von Steuer- und Handelsbilanz führen können. Auch bei einigen 2017 erstmals anzuwendenden Deutschen Rechnungslegungs Standards (DRS) für Konzerne erläuterte er einige Änderungen, wie zum Beispiel die DRS 22 Konzerneigenkapital, die DRS 23 Kapitalkonsolidierung sowie die DRS 24 Immaterielle Vermögensgegenstände im Konzernabschluss.

Das neue Tool zur Kosten-Nutzen-Rechnung für Investitionen in Industrie 4.0-Projekten stellte Jörg Scholtka aus der Abteilung Business Advisory des VDMA vor. Basierend auf Kennzahlen anderer Unternehmen werden für zwei Referenzunternehmen Kosten und Nutzen für die Reifegradänderung berechnet und zugleich Nutzenkennzahlen zur Beurteilung der Wirtschaftlichkeit erstellt. Dabei hilft das Tool „Innovationsrechnung 4.0“ konkret bei der Entscheidung für oder gegen eine Investition, ermittelt die Amortisationsdauer oder stellt den Cashflow-Verlauf dar. Bereits in wenigen Wochen steht das Tool allen VDMA-Mitgliedsunternehmen zur Verfügung..

Die nächste Veranstaltung des Arbeitskreises Betriebswirtschaft findet am 9. Oktober 2017 statt. Bitte melden Sie sich bei Interesse zu dieser Veranstaltung bei klaus.moellemann@vdma.org.