Verband der Zukunft: Unternehmer und VDMA im Dialog

VDMA

Im Mai 2018 diskutierten Unternehmer und Vertreter der Landesverbände mit VDMA-Präsident Carl Martin Welcker aktuelle Herausforderungen der Industrie und strategische Handlungsfelder des VDMA. Erfahren Sie mehr über das jährliche Treffen!

Der VDMA-Präsident, die Vorstandsvorsitzenden und Geschäftsführer der VDMA-Landesverbände sowie die VDMA-Hauptgeschäftsführung tauschen sich einmal im Jahr über fachlich und regional übergreifende Themen aus. Ziel ist, Erfahrungen, Positionen und notwendige Handlungsfelder abzugleichen und zu koordinieren.

Im Mai 2018 diskutierten die Unternehmer und Verbandsvertreter bei der Haimer GmbH im schwäbischen Igenhausen über den Verband der Zukunft, Protektionismus und Nationalismus als existentielle Herausforderung sowie über Möglichkeiten, um Schulen und Berufsschulen fit für die Digitalisierung zu machen.

Vom VDMA NRW nahmen Siegfried Koepp, Vorsitzender der Geschäftsführung der EMG Automation GmbH, und Hans-Jürgen Alt, Geschäftsführer des Landesverbandes teil.

Öffentliche Wahrnehmung erhöhen

Die jüngsten internationalen Geschehnisse haben es erneut verdeutlicht: wir leben in einer Zeit mit zahlreichen Veränderungen und Herausforderungen – auf internationaler, nationaler und teils auch auf regionaler Ebene. Unabhängig von der Unternehmensgröße muss sich jeder Maschinenbauer den neuen Entwicklungen stellen.

Das trifft auch auf den VDMA zu. Nur ein starker und moderner Verband kann seine Mitglieder in ihrer täglichen Arbeit wirkungsvoll unterstützen. Dazu gehört auch, kontinuierlich das Leistungsportfolio anhand aktueller Mitgliederbedarfe weiterzuentwickeln. Carl Martin Welcker, VDMA-Präsident und Geschäftsführer der Alfred H. Schütte GmbH & Co. KG, stellte zudem klar, dass sich der Verband noch stärker in den Medien positionieren müsse. So müsse unter anderem überlegt werden, wie sich wichtige Themen auch über Unternehmen transportieren ließen. So könnten beispielsweise Facharbeiter aus ihrer Sicht schildern, welche Folgen bestimmte Entwicklungen oder Vorschriften haben.

Mitgliedernutzen weiter intensivieren

Globale Märkte und die Internationalisierung eröffnen Welten, erfordern jedoch auch eine zunehmende Nähe in der Region. Genau diese Nähe zu den Mitgliedern ist eine Stärke der VDMA-Landesverbände. Künftig wollen sie die Unternehmen bei ihrer täglichen Arbeit noch schlagkräftiger unterstützen. So zum Beispiel…

  • …indem sie in Veranstaltungen zum Erfahrungsaustausch und Arbeitskreisen neben aktuellen Themen verstärkt auch Zukunftsthemen aufgreifen
  • …indem sie – noch häufiger als bisher – direkt vor Ort in den Unternehmen Bedarfe abgleichen
  • …indem sie noch intensiver auf Landespolitiker und Abgeordnete zugehen


Als Beispiel für Zukunftsaktivitäten nannte VDMA-Hauptgeschäftsführer Thilo Brodtmann das Future Business Competence Center. Den Nutzen der VDMA-Mitgliedschaft noch weiter steigern soll ebenso die Initiative Startup-Machine. Bereits heute erhalten VDMA-Mitglieder exklusive, wertvolle Dienstleistungen wie

  • Macro-Fact-Sheets für mehr als 100 Länder abrufen (Macro-Fact-Sheets # In der Statistikdatenbank wählen Sie Deutsch/International/Makroökonomische Daten)
  • das Selbstbewertungstool „Fit for Service“
  • Unterstützungsangebote rund um die Umsetzung von Industrie 4.0, unter anderem im Zusammenhang mit dem offenen Schnittstellenstandard OPC UA oder
  • praxisnahe Hilfen, beispielsweise zur komplexen Materie der Meldepflichten bei Arbeitseinsätzen in Europa.

Digitalisierung von Schulen: Notwendige Maßnahmen

Die Digitalisierung führt grundsätzlich über den Maschinenbau. Doch gelingen wird sie nur unter den richtigen Rahmenbedingungen. Zu den wesentlichen Voraussetzungen gehören entsprechend ausgebildete Fachkräfte – ein entscheidender Baustein hierfür wiederum sind die Schulen und Berufsschulen.

Doch die Schulen und Lehrer sind beim Thema Digitalisierung auf sich allein gestellt – eine maßgebende Strategie gibt es nicht. Vielmehr mangelt es an Lehrkräften mit einer geeigneten Ausbildung. Schulen sind zudem als Organisationsform unflexibel.

Berufsschulen bewegen sich da näher an der betrieblichen Entwicklung. So wirken sich modernisierte Ausbildungsordnungen über die Rahmenpläne direkt auf die Berufsschulen aus. Und dennoch fehlt es hier ebenso an Lehrkräften, zeitgemäßem Unterrichtsmaterial, technischer Ausstattung und digitaler Kompetenz der Lehrkräfte. Die Teilnehmer sahen daher verschiedene Handlungsfelder:

  • In der Schule muss mehr Technik gelehrt werden, zum Beispiel in einem Fach Technik
  • Notwendig sind neue pädagogische Konzepte
  • Hard- und Software müssen bereitgestellt und der Support sichergestellt werden
  • Die Lehrerbildung und die Weiterbildung müssen angepasst werden
  • Schulen müssen mehr Freiheiten erhalten, um sich flexibler zu organisieren


Dies deckt sich mit der Forderung des VDMA nach einer zügigen Investitions- und Modernisierungsoffensive. Auch der VDMA NRW steht mit der Landespolitik im Dialog und hat sich bereits mit Vertretern des Ministeriums für Schule und Bildung NRW getroffen und eine Zusammenarbeit bei wichtigen Zukunftsthemen im Bildungsbereich angeboten.

Fortsetzung des Gespräches geplant – Ihr Kontakt zum VDMA NRW

Der direkte Dialog zwischen VDMA-Präsident Welcker, den Landesverbandsvorsitzenden und Vertretern des VDMA wird 2019 fortgesetzt.

Sie haben Fragen, Hinweise oder Anregungen? Dann wenden Sie sich bitte an Ihren VDMA NRW: Hans-Jürgen Alt, Telefon 0211 687748-25, hans-juergen.alt@vdma.org.