Exportkontrolle und Zoll für die Geschäftsführung

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Beim jährlichen Treffen der Ausfuhrverantwortlichen stand in diesem Jahr neben Fragen zu Exportkontrolle und Zoll das Thema Brexit auf der Agenda.

In Exportkontrolle und Zoll gaben die Experten der VDMA Außenwirtschaft, Klaus Friedrich und Friedrich Wagner den gewohnten Überblick zu aktuellen Veränderungen. Hier gibt es keine gravierenden aktuellen Veränderungen im abgelaufenen Jahr.
Im Zollbereich ist die Einführung des neuen Zollkodex der europäischen Union weitgehend reibungslos verlaufen. Für die Unternehmen gibt es weder signifikante Erleichterungen noch Verschärfungen. Derzeit läuft die Neubewertung von Bestandbewilligungen als zugelassener Ausführer. Dies führt vermehrt zu Besuchen des Zoll in den Unternehmen. Hierzu gab es unter den Teilnehmern einen intensiven Austausch.

Der VDMA gab noch eine Übersicht zu neuen und in Verhandlung befindlichen Freihandelsabkommen wie unter anderem Kanada, Japan, Singapur und Vietnam.

Exportkontrolle

Bei der Exportkontrolle wurde anhand anonymisierter Vorgänge erläutert welche Fehler und ggfs. auch Verstöße, im Unternehmensalltag vorkommen. Weiterhin interessierte die Situation im Irangeschäft, zu dem es keine wesentlichen Änderungen gibt. Die Absicht der USA aus dem Iranabkommen auszusteigen ist bisher nicht umgesetzt, die nächste Erklärung ist im Mai fällig. Das deutsche Exportvolumen in den Iran ist gestiegen und die Probleme in der Geschäftsabwicklung nahezu unverändert. Die Finanzierung auf iranischer Seite ist ein Aspekt – die iranische Währung hat gravierende Kursverluste – und die Zahlungsabwicklung ist unverändert behindert, da nur wenige Banken Irangeschäft annehmen.

Brexit

Mit dem Brexit kam in diesem Jahr ein neues Thema zur Sprache. Die formale Lage ist klar, das vereinigte Königsreich wird Ende März 2019 die EU verlassen und es soll eine kurze Übergangsfrist bis Ende 2020 geben. Das ist leider schon alles was klar ist. Die wesentlichen Fragen für den geschäftlichen Alltag sind in den laufenden Verhandlungen bisher nicht geregelt und niemand weiß auf welche Lage er sich einstellen muss. Der VDMA empfiehlt seinen Mitgliedern vorbereitend die eigene Betroffenheit zu analysieren. Wie viele Exporte und Importe gibt es, wie hoch ist der Anteil mit UK-Ursprung in den eigenen Produkten, welche kritischen Teile werden aus UK bezogen, welche Kapitalverflechtungen gibt es, wie sieht es im Personalbereich aus? Dies sind einige der Fragestellungen für eine Vorbereitung.

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