Maschinenbau blickt optimistisch nach vorne

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Der Umsatz des nordrhein-westfälischen Maschinen- und Anlagenbaus pendelte sich 2017 bei über 42,6 Milliarden Euro und damit ca. 900 Millionen über dem Vorjahresniveau ein. Für 2018 prognostiziert der VDMA NRW einen Umsatzzuwachs von zwei Prozent nominal und rechnet mit einem Umsatz im gesamten Jahr von 43,4 Milliarden Euro.

Maschinenbau blickt optimistisch nach vorne

Trotz der Unsicherheiten auf den globalen Märkten im letzten Jahr, hat sich der Umsatz 2017 für den NRW-Maschinenbau letztendlich positiv entwickelt. Er erreichte das vom VDMA NRW prognostizierte Umsatzplus von 2 Prozent nominal.

Die Orders aus dem Ausland zeigten sich das ganze Jahr über solide im Plus. Die im ersten Halbjahr noch rückläufige Nachfrage aus dem Inland, hat sich im zweiten Halbjahr positiv entwickelt. „Nach einer langen Durststrecke mit wenig Bewegung in den vergangenen vier Jahren, hat sich der Umsatz in den letzten Monaten gut für den nordrhein-westfälischen Maschinen- und Anlagenbau entwickelt“, ergänzt Siegfried Koepp, Vorstandsvorsitzender des VDMA NRW. „Wir hoffen, dass sich die positiven Zahlen des Auftragseingangs auch im Umsatz widerspiegeln und dass sich die inländische Nachfrage verstetigt.“

Ausblick 2018: weiterhin positive Entwicklung erwartet

Der Auftragseingang ist 2018 vielversprechend gestartet und der VDMA NRW rechnet weiterhin mit einem positiven Verlauf. Die Auftragseingänge stehen auf einem breiten Fundament und basieren auf einer insgesamt guten Auftragslage. Von einem hohen Niveau ausgehend prognostiziert der VDMA NRW eine Zunahme des Umsatzes auf nominal 2 Prozent. „Abzuwarten bleibt, wie sich die aktuellen Entwicklungen in Großbritannien und die US-Handelspolitik auf die Branche auswirken werden“, erklärt Koepp.

Zahl der Arbeitsplätze im NRW-Maschinenbau im Anstieg

Die Zahl der Mitarbeiter im Maschinen- und Anlagenbau in Nordrhein-Westfalen lag im Jahresdurchschnitt 2017 bei 192.649 Beschäftigten in Betrieben mit mehr als 50 Beschäftigten. Damit liegt die Zahl der Mitarbeiter um 1.700 Personen leicht unter dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Seit August 2017 ist wieder ein leichter Anstieg der Beschäftigtenzahlen zu beobachten.

Als Technologieführer mit einer starken Exportorientierung ist der nordrhein-westfälische Maschinenbau nach wie vor erfolgreich auf den Weltmärkten unterwegs. Jede fünfte deutsche Maschine wird in Nordrhein-Westfalen produziert und der Maschinenbau ist die exportintensivste Branche Nordrhein-Westfalens. Rund 70 Prozent der hier produzierten Maschinen und Anlagen gehen in den Export. 2017 exportierten die Unternehmen Maschinen und Anlagen im Wert von 29,9 Milliarden Euro und lagen damit 7,6 Prozent über den Zahlen von 2016 (27,8 Milliarden Euro).

Traditionell stehen beim Export die Lieferungen auf den europäischen Markt mit über der Hälfte der gesamten Maschinenexporte aus Nordrhein-Westfalen an erster Stelle; dahinter die Regionen Asien mit über 24 Prozent und Amerika mit 16 Prozent.

Der wichtigste Absatzmarkt des nordrhein-westfälischen Maschinenbaus ist der amerikanische Markt. Die Exporte dorthin haben im Vergleich zum Vorjahr um 10 Prozent auf 3,2 Milliarden Euro 2017 zugelegt. Ausfuhren nach China haben 2017 um 21,4 Prozent auf 3,0 Milliarden Euro zugenommen. Auf den Plätzen drei bis fünf folgen Frankreich mit 1,5 Milliarden Euro (+4,5 Prozent), das Vereinigte Königreich mit 1,2 Milliarden (+3,9 Prozent) und die Niederlande mit 1,1 Milliarden Euro (+1,2 Prozent).

Wirtschaftliche Dynamik entfalten

„Mit ihren bisherigen Entfesselungspaketen sorgt die Landesregierung in Nordrhein-Westfalen für Entbürokratisierung in NRW und setzt die richtigen Zeichen. Wichtig ist nun, dass auch die Bundesregierung entscheidende Konzepte für die Zukunft entwickelt, um die Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen zu stärken und den Standort weiterzuentwickeln“, erklärt Koepp.