Russland – attraktiver Markt mit Hindernissen

Guenter Guni - iStockphoto

Das Russlandgeschäft hat die Talsohle durchschritten und Russland bleibt ein wichtiger Markt für den Maschinenbau in Nordrhein-Westfalen. Die wirtschaftlichen, politischen und regulatorischen Hindernisse bleiben auf absehbare Zeit aber bestehen und erschweren das Tagesgeschäft.

Russland ist für den Maschinenbau in Nordrhein-Westfalen traditionell ein attraktiver Markt, der sich zeitweise bis auf den vierten Platz der Exportrangliste entwickelt hatte. Der von ProduktionNRW organisierte Erfahrungsaustausch informierte zur Entwicklung bzw. den Schwerpunkten des deutschen Maschinenhandels mit Russland sowie den aktuellen Entwicklungen im Russlandgeschäft.

Eine Mischung von wirtschaftlichen Problemen, politischer Rahmenbedingungen mit Sanktionen und Gegensanktionen haben das Geschäftsvolumen in den letzten Jahren deutlich sinken lassen. Eine durch diese Rahmenbedingungen begünstigte Verschiebung zugunsten asiatischer Anbieter wurde von mehreren Teilnehmern beobachtet.

Eine Politik der Importsubstitution, ein neues System der Technischen Regulierung, Regelungen der eurasischen Zollunion und Probleme bei der Importabwicklung sind nur einige der Herausforderungen, die von den 30 Teilnehmern beim Erfahrungsaustausch benannt wurden.

Der Aufbau eigener Servicestrukturen und das dafür nötige Fachpersonal wurden als wichtige Aufgabe für die nächsten Jahre beschrieben. Auch die Relevanz als Produktionsstandort steigt an, ein Erfahrungsbericht der KTR Systems zeigte den Teilnehmern einen möglichen Weg auf.

Russland bleibt einer der wichtigsten Exportmärkte und bedarf einer individuellen Marktbearbeitung, darin waren sich alle einig. Insgesamt ist für die nächsten Jahre mit einem moderaten Wachstum des Umfangs zu rechnen. Dabei haben insbesondere die Bereiche Landtechnik, Nahrungsmittel- und Verpackungsmaschinen und die Ausrüster der chemischen, Öl- und Gasindustrie gute Aussichten.