Digitalisierungslösungen in der Wertschöpfungskette

Fotografie Leißring

Der von ProduktionNRW durchgeführte Industrie-4.0-Kongress beschäftigte sich im Rahmen eines Workshops mit Digitalisierungslösungen in der Wertschöpfungskette.

Der von ProduktionNRW durchgeführte Industrie-4.0-Kongress beschäftigte sich im Rahmen eines Workshops mit Digitalisierungslösungen in der Wertschöpfungskette. Anhand des it’s OWL Leitprojektes „Scientific Automation Plattform“ (ScAut) stellte Dr. Ursula Frank, Projektmanagerin R&D-Kooperationen bei Beckhoff Automation GmbH & Co. KG vor, wie ingenieurwissenschaftliche Erkenntnisse in die Standardautomatisierung integriert und wiederverwendet werden können. Im Rahmen des Projektes erforschten verschiedene Anlagenhersteller Scientific-Automation-Ansätze und führten Anwendungstests und Analysen in den Bereichen Condition Monitoring, Qualitätsmanagement und Produktivitätssteigerung durch.

Als Projektleiterin koordinierte Frank während der fünfjährigen Laufzeit Forschungs- und Konsortialpartner. Den Workshopteilnehmern stellte sie die wichtigsten Projektziele vor: Berücksichtigung von kundenindividuellen Wünschen durch Fertigung in Losgröße 1, Erhöhung der Zuverlässigkeit und Einsparung von Ressourcen.

Als einer der am Projekt beteiligten Maschinenbauunternehmen, stellte Ulrich Hielscher, Entwicklungsingenieur bei IMA Klessmann GmbH, intelligente, vernetzte Holzbearbeitungssysteme vor. Insbesondere für kleine und mittelständische Unternehmen sei die Beteiligung an einem solchen Forschungsprojekt eine Bereicherung, da das Unternehmen über automatisierte Abläufe, Überwachung und Dokumentation eine Leistungs- und Produktivitätssteigerung in der Produktion und einen langfristig besseren Service für die Kunden erreichen könne.

Dr. Lydia Kaiser, Gruppenleiterin Digital Engineering vom Fraunhofer IEM in Paderborn, stellte den Technologietransfer am Beispiel des Projektpartners und Anlagenherstellers Hüttenhölscher Maschinenbau GmbH & Co. KG vor. Die Zusammenarbeit zielte auf eine Reduktion der Fehlerquote, graphische Darstellung komplexer Zusammenhänge und eine einheitliche Dokumentation ab.

Alle drei Redner betonten, dass durch die Zusammenarbeit in einem Konsortium nicht nur neue wissenschaftlich-technologische Erkenntnisse gewonnen werden konnten, sondern die Vernetzung untereinander und das Kennenlernen der Arbeitsweisen der Partner entlang der Wertschöpfungskette zu einer Bereicherung geführt habe.

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