Simulations- und Visualisierungswerkzeuge

Bosch-Rexroth

Simulations- und Visualisierungswerkzeuge werden inzwischen in fast allen Phasen des Produktlebenszyklus eingesetzt. Dennoch gibt es hinsichtlich der Verbreitung in den einzelnen Abschnitten der Produktentstehung deutliche Unterschiede.

Trotz der Vorteile der Simulationsinstrumente, die zu einer schnelleren Produktentwicklung, höherer Prozessqualität und zu einer höheren Planungssicherheit beitragen, gibt es von Seiten der Industrie nur eine relativ geringe Verbreitung dieser Werkzeuge.

Meinolf Gröpper vom VDMA-Fachverband Software und Digitalisierung führte auf dem von ProduktionNRW organisierten Erfahrungsaustauch Simulation am 18. Oktober 2017 aus, dass zum Beispiel in der Konzept- und Entwurfsphase Simulationstools zu 86 Prozent zum Einsatz kommen. In der Vertriebsphase kommen allerdings bei nicht einmal der Hälfte der Firmen Simulationstools zum Einsatz.

Die Vorteile der konstruktionsintegrierten Simulation bieten eine schnelle Beurteilung von verschiedenen Designvarianten, so dass man sich schneller für oder gegen eine geeignete Konstruktionsvariante entscheiden kann. Konstruktionsintegrierte Software wird kontinuierlich verbessert und bildet die Materialeigenschaften der Tools realitätsnaher ab als ältere Software. Voraussetzung für eine effektive Anwendung ist allerdings eine zielorientierte Schulung der Anwender.

Ein Anwendungsbeispiel vom Institut für Produktionssysteme zeigte, wie Simulationswerkzeuge zur Optimierung der Produktionssteuerung genutzt werden können. So kann zum Beispiel eine Kapazitätsanalyse durchgeführt werden, um für verschiedene Marktwachstumsszenarien die optimierte Auslastung der Maschinen zu gewährleisten.

Die Verwendung der Visualisierungssoftware erfordert die Pflege der Daten und die Dokumentation des Prozesses, um durch ein digitales Abbild eines Fertigungsprozesses eine möglichst reale Simulation darzustellen. Doch die Mühe lohnt sich, denn die Informationen, die beim Betreiber einer Anlage und beim Hersteller vorliegen, können besser miteinander verknüpft werden. Informatione liegen somit aktuell und jederzeit verfügbar für beide Seiten vor, um beispielsweise bei einer Anlagenstörung dem Techniker vor Ort eine wertvolle Hilfestellung zu leisten.