VDMA: Neue Bundesregierung muss die Infrastruktur flächendeckend ausbauen

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Um die Zukunft der Industrie in Deutschland zu sichern, muss die Infrastruktur in mehreren Bereichen rasch ausgebaut werden, fordert der VDMA Nordrhein-Westfalen.

Die mittelständischen Maschinenbauer sind das Rückgrat der erfolgreichen deutschen Industrie. Angesiedelt sind diese Betriebe, die in Summe mehr als 1 Million Menschen beschäftigen, häufig im ländlichen Raum. Außerhalb der großen Städte bleibt der Ausbau der Infrastruktur aber vielerorts weit hinter den Bedürfnissen der Unternehmen und ihrer Beschäftigten zurück. „Wir erwarten deshalb von der nächsten Bundesregierung, dass sie sich unmittelbar um bessere Anbindungen in der Fläche kümmert. Dies betrifft ein flächendeckendes und schnelles Breitbandnetz ebenso wie den Ausbau der Verkehrswege“, fordert Siegfried Koepp, Vorsitzender des VDMA Landesverbands Nordrhein-Westfalen. „Die neue Bundesregierung muss die Grundlagen dafür schaffen, dass wir die Spitzenstellung in der digitalisierten Produktion überall dort ausbauen können, wo die Unternehmen angesiedelt sind. Und das heißt auch in ländlichen Regionen“, betont Koepp.

Um die Zukunft der Industrie in Deutschland zu sichern, muss die Infrastruktur in mehreren Bereichen rasch ausgebaut werden, fordert der VDMA Nordrhein-Westfalen. Dies bedeutet im Einzelnen:

  • Die Verkehrsverbindungen im ländlichen Raum müssen besser an die großen Verkehrsnetze angebunden werden. Dies gilt für Straße, Schiene und Binnenschifffahrt. Der Zustand der Straßeninfrastruktur in Nordrhein-Westfalen ist zu verbessern. Dies gilt gleichermaßen für die Bundesautobahnen als auch für die Bundesstraßen.
  • Nordrhein-Westfalen braucht flächendeckend ein Breitbandnetz nach dem Motto „Giga- statt Megabit“. Dazu gehören Down- und Uploadgeschwindigkeiten im Gbit-Bereich, eine geringe Latenz sowie eine mobile Verfügbarkeit (5G).
  • Um die Standortnachteile in NRW zu beseitigen und den Mittelstand zu stärken, ist es notwendig, die Bürokratie deutlich zu reduzieren.
  • Um Fachkräfte und Familien für den ländlichen Raum zu gewinnen, müssen ausreichend Krippen- und Kitaplätze sowie Ganztagsschulen mit moderner Ausstattung zur Verfügung stehen. Bund und Länder müssen hier endlich die föderalen Grabenkämpfe beenden und erstklassige Angebote auf den Weg bringen.
  • Viele Betriebe wollen die Integration von Flüchtlingen voranbringen, indem sie diesen Menschen eine Ausbildung ermöglichen. Bund und Länder sind hier gefordert, die bürokratischen Hürden für eine Beschäftigung von Flüchtlingen weiter abzubauen.

„Deutschland braucht erfolgreiche Mittelständler, um seinen Wohlstand auch künftig sichern zu können. Moderne Arbeitswelten müssen auch in kleineren Gemeinden und Städten möglich sein, sonst können wir im internationalen Wettbewerb auf Dauer nicht bestehen. Dazu muss die neue Bundesregierung ihren Teil beitragen“, resümiert Koepp.