Impulsgeber Maschinenbau

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Der Maschinenbau und die Produktionstechnik sind Taktgeber für viele Branchen. Seine Technologien tragen zur Lösung zentraler Aufgaben bei.

Der Maschinenbau und die Produktionstechnik sind dynamische Industriezweige mit einem hohen Innovationsgrad. Als Querschnittsbranche und Technologieführer auf vielen Gebieten integrieren sie neueste Erkenntnisse in Anlagen und Produkte. Sie leisten einen großen Beitrag zum Erhalt und Ausbau der Wettbewerbsfähigkeit ihrer Kunden. Sie sind Impulsgeber sowie „Enabler“ für viele andere Branchen und liefern die Technologien zur Lösung zentraler Aufgaben rund um die Themen Ressourcenschonung und -effizienz, Energie, Klima, Ernährung und Mobilität etc.

Mit knapp 200.000 Beschäftigten in rund 1.600 Unternehmen ist der Maschinenbau in Nordrhein-Westfalen größter industrieller Arbeitgeber im Land und hat 2018 einen Umsatz von 44,4 Milliarden Euro nominal erwirtschaftet.

Die typische Mittelstandsstruktur der Branche steht für eine Kultur der Selbständigkeit und ist Sinnbild des eigenverantwortlichen, freien und kreativen Unternehmertums am Standort Deutschland. Zirka 70 Prozent der nordrhein-westfälischen Unternehmen beschäftigen weniger als 100 Mitarbeiter, 90 Prozent weniger als 250 Mitarbeiter. Viele der kleinen und mittleren Unternehmen sind auf ihren Spezialgebieten weltweit führend. Sie bieten exakt auf ihre Kunden zugeschnittene Lösungen und treiben Innovationen voran.

Vielfalt an starken Teilbranchen in NRW

Besonders stark ist der Anteil Nordrhein-Westfalens an der deutschen Produktion von Hütten- und Walzwerkseinrichtungen, Armaturen, Bergbau- und Gießereimaschinen. Die weltweite Führungsposition, beispielweise in der Antriebstechnik oder bei den Armaturen, gepaart mit langjähriger Erfahrung und Erfindergeist, machen Nordrhein-Westfalen attraktiv für neue Ansiedlungen und Investitionen im Maschinenbau.

Nicht nur deutsche Unternehmen wählen Nordrhein-Westfalen als innovatives Bundesland zum Standort ihrer Wahl, um international zu operieren. Auch zahlreiche internationale Unternehmen, insbesondere aus Japan und China, investieren in Nordrhein-Westfalen, um die Stärken und Qualitäten des Standortes zu nutzen.

Exporte aus NRW

Maschinenbau nach wie vor erfolgreich auf den Weltmärkten unterwegs. Jede fünfte deutsche Maschine wird in Nordrhein-Westfalen produziert und der Maschinenbau ist die exportintensivste Branche Nordrhein-Westfalens. Rund 70 Prozent der hier produzierten Maschinen und Anlagen gehen in den Export. 2018 exportierten die Unternehmen Maschinen und Anlagen im Wert von 31,3 Milliarden Euro und lagen damit 3 Prozent über den Werten von 2017 (30,4 Milliarden Euro).

Traditionell stehen beim Export die Lieferungen auf den europäischen Markt mit über der Hälfte der gesamten Maschinenexporte aus Nordrhein-Westfalen an erster Stelle; dahinter die Regionen Asien mit über 26 Prozent und Amerika mit 16 Prozent.

Der wichtigste Absatzmarkt des nordrhein-westfälischen Maschinenbaus war 2018 wieder der chinesische Markt. Die Exporte dorthin haben im Vergleich zum Vorjahr um 17,7 Prozent auf 3,5 Milliarden Euro zugelegt. Ausfuhren in die Vereinigten Staaten haben 2018 um 6,3 Prozent auf 3,4 Milliarden Euro zugenommen. Auf den Plätzen drei bis fünf folgen Frankreich mit 1,6 Milliarden Euro (+5,4 Prozent), die Niederlande mit 1,3 Milliarden (+10,3 Prozent) und Polen mit 1,2 Milliarden Euro (+6,6 Prozent).

Zahl der Arbeitsplätze im NRW-Maschinenbau angestiegen

Ende Dezember beschäftigte der nordrhein-westfälische Maschinen- und Anlagenbau 196.475 Mitarbeiter in Betrieben mit mehr als 50 Beschäftigten. Verglichen mit dem Dezember des vergangenen Jahres nahm die Zahl der Beschäftigten um 2,9 Prozent bzw. 5.550 Personen zu. Damit liegt die Zahl der durchschnittlich im NRW-Maschinen- und Anlagenbau beschäftigten Mitarbeiter 2018 bei 197.110 und so um 2,3 Prozent oder 4.462 Personen über dem Vorjahr.