Zurück zu alter Stärke

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Die von ProduktionNRW in Auftrag gegebene Studie „Erfolgsfaktoren für den nordrhein-westfälischen Maschinen- und Anlagenbau bis 2030“ wurde auf einer Veranstaltung vorgestellt. Sie zeigte den Teilnehmern auf, wie Nordrhein-Westfalen wieder zu alter Stärke zurückkehren kann.

Als Schlüsselindustrie und Querschnittsbranche prägt der Maschinenbau das Innovationsgeschehen wie keine andere Branche. Er ist in Nordrhein-Westfalen mit rund 200.000 Beschäftigten der größte industrielle Arbeitgeber im Land. Nach dem Einbruch durch die Finanz- und Wirtschaftskrise 2008/2009 ist die Branche bereits 2011 wieder auf Vorkrisenniveau zurückgekehrt und erzielte im Jahr 2012 einen Umsatz von 44,1 Milliarden Euro Umsatz. Seit diesem Jahr ist der Umsatz in NRW allerdings mit ca. einem Prozent p.a. rückläufig, so dass das Jahr 2016 mit einem Umsatz von 41,8 Milliarden Euro abschloss.

Seit 2012 nahm der Anteil des nordrhein-westfälischen Maschinenbaus am gesamtdeutschen Maschinenbau ab. Andere Bundesländer, allen voran Bayern und Baden-Württemberg performten in dieser Zeit deutlich besser. Dies war Anlass genug, die Studie „Wachstumsmotor Maschinenbau NRW“ im Herbst letzten Jahres bei der Institut der deutschen Wirtschaft Köln Consult GmbH in Auftrag zu geben.

Die zur Studienvorstellung organisierte gleichnamige Veranstaltung erläuterte in den Dortmunder Westfalenhallen die Kernergebnisse der Studie und zeigte den Teilnehmern auf, wie Nordrhein-Westfalen wieder zu alter Stärke zurückkehren kann. Die Veranstaltung hat deutlich herausgestellt, dass es nicht nur eine Ursache gibt, sondern dass mehrere Faktoren für die Entwicklungen der letzten Jahre verantwortlich sind: strukturbedingte Gründe, unter-nehmensinterne Faktoren sowie Standortfaktoren spielen eine entscheidende Rolle.

Die beiden Workshops „Digitalisierung“ und „Innovationsverhalten“ gingen verschiedenen Fragestellungen auf den Grund: Entspricht das Ergebnis der Studie Ihren Beobachtungen oder gibt es weitere Gründe für die schlechtere Entwicklung? Wo gibt es Handlungsfelder in den Unternehmen, wo in der Politik? Was erwarten Sie von ProduktionNRW, um den NRW-Maschinenbau zu stärken? Hier waren die Teilnehmer eingeladen, ihre eigenen Erfahrungen und Eindrücke mit einfließen zu lassen:

  • Workshop Digitalisierung: die Teilnehmer wünschten sich vor allem die Intensivierung des Breitbandausaus. Gerade mit Blick auf die Digitalisierung und das steigende Datenvolumen kommt diesem eine entscheidende Bedeutung auch im internationalen Wettbewerb zu. Darüber hinaus sahen die Teilnehmer eine gute Qualifizierung der Mitarbeiter als wesentlich an sowie Investitionen in IT-Sicherheit und die Erarbeitung neuer Geschäftsmodelle.
  • Workshop Innovationsverhalten: die Teilnehmer wünschten sich steuerliche F&E-Unterstützung sowie eine Entbürokratisierung der F&E-Förderung. Darüber hinaus sahen die Teilnehmer es als notwendig an, die Zusammenarbeit von Wirtschaft/Hochschulen zu stärken und die Risikobereitschaft der Unternehmen zu erhöhen.


Stärkung des NRW-Maschinenbaus

Sowohl die Studie als auch die Workshopergebnisse zeigen deutlich, dass es nicht nur eine Ursache gibt, sondern dass mehrere Faktoren für die Entwicklungen der letzten Jahre verantwortlich sind: strukturbedingte Gründe, unternehmensinterne Faktoren sowie Standortfaktoren spielen eine entscheidende Rolle. Um einen erfolgreichen Weg in die Zukunft einzuschlagen, müssen politische Rahmenbedingungen und unternehmerische Gestaltungs-möglichkeiten Hand in Hand gehen.

Um die Unternehmen der Branche auf diesem Weg zu unterstützen und Impulse zu geben, wird ProduktionNRW basierend auf den Studien- und Workshopergebnissen, Veranstaltungen und Beratungen anbieten und Best Practices aufzeigen.