Digital-vernetztes Denken bringt den Maschinenbau voran

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Die Digitalisierung ist im Maschinen- und Anlagenbau angekommen – immer mehr Unternehmen nutzen das Potenzial von Industrie 4.0. Eine IMPULS-Studie zeigt auf, wo der Maschinen- und Anlagenbau beim digital-vernetzten Denken steht und gibt Handlungsempfehlungen für die unternehmerische Praxis.

Digital-vernetztes Denken bringt den Maschinenbau voran

Industrie 4.0 ist in den Unternehmen des deutschen Maschinen- und Anlagenbaus angekommen. Vor allem als Anbieter digital-vernetzter Technologien und Services nimmt der Maschinen- und Anlagenbau eine Führungsrolle im Verarbeitenden Gewerbe ein. Die technologische Dynamik ist hoch und die Maschinenbauindustrie arbeitet als klassischer Technologie-Integrator intensiv an neuen Lösungen.

Eine IMPULS-Studie zeigt auf, wo der Maschinen- und Anlagenbau beim digital-vernetzten Denken steht und gibt Handlungsempfehlungen für die unternehmerische Praxis. Durchgeführt wurde die Studie vom Institut für Lernen und Innovation in Netzwerken (ILIN) der Hochschule Karlsruhe – Technik und Wirtschaft und vom Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI.

Digitalisierungsstrategie in vielen Unternehmen bereits vorhanden

Ein Drittel der befragten Unternehmen hat bereits eine dezidierte Digitalisierungsstrategie, ein weiteres Viertel will in den nächsten drei Jahren eine Digitalisierungsstrategie einführen. „Dies zeigt die hohe strategische Bedeutung der digitalen Vernetzung in den Unternehmen“, hebt Prof. Dr. Steffen Kinkel, Leiter des Instituts für Lernen und Innovation in Netzwerken (ILIN) an der Hochschule Karlsruhe, hervor.

In der Personalentwicklung dagegen beschäftigt sich bislang nur jedes fünfte Unternehmen strategisch mit den Herausforderungen der Digitalisierung. „Digital-vernetztes Innovieren erfolgt im Grenzbereich von Disziplinen und Geschäftsbereichen. Dafür sind Offenheit und interdisziplinäres Verständnis notwendig“, betont Rainer Glatz, Geschäftsführer des VDMA Fachverbands Software und Digitalisierung.

Hohe Entwicklungsdynamik

Als Wegbereiter für neue Geschäftsmodelle in der digital-vernetzten Welt dienen datenbasierte Dienste oder Predictive Maintenance Modelle. Hier zeigt sich zwar, dass diese Services bislang noch von recht wenigen Unternehmen angeboten werden. Dafür werden diese Technologien überwiegend selbst entwickelt und die Dynamik bezüglich der in den nächsten drei Jahren geplanten Einführungen ist sehr hoch. Schlüsselkompetenzen für die digitale Vernetzung liegen in der Softwareentwicklung von modularen Applikationen (Apps), in der Programmierung der Maschinen- und Anlagensteuerungen sowie in der Analyse komplexer Daten und im Verständnis der Kundenprobleme. Von hoher Bedeutung sind auch Kompetenzen in der IT-Sicherheit und beim benutzerorientierten IT-Design.

Online-Benchmarking für Unternehmen

Interessierte Unternehmen haben die Möglichkeit, die im Rahmen der Studie generierte Datenbasis für eine Online-Selbstverortung zu nutzen. Das Online-Benchmarking kann unter www.digitalisierungskompetenz-benchmark.de genutzt werden.