VDMA NRW im Gespräch

VDMA NRW

Der VDMA NRW hat im Vorfeld zu den Landtagswahlen den politischen Austausch intensiviert.

Die im Dezember versendeten Kernforderungen des VDMA NRW zur Landtagswahl sind sowohl bei den Parteien als auch im Landtag auf positive Resonanz gestoßen. Sie haben bereits verschiedene Gespräche mit Vertretern aus der Politik geführt.

So zum Beispiel im Rahmen eines Gespräches des VDMA NRW Vorstandsvorsitzenden Siegfried Koepp, der sich am 16. Januar 2017 mit dem Sprecher der FDP-Landtagsfraktion für Wirtschaft, Industrie und Energie, Dietmar Brockes, ausgetauscht hat. Im Gesprächsverlauf wurden einige Aspekte der Kernforderungen, wie Breitband-Ausbau, Investitionen in Infrastruktur sowie Bürokratieabbau vertieft. Koepp betonte: „Der Maschinen- und Anlagenbau benötigt die bestmöglichen Rahmenbedingungen für die Industrie als Ausgangspunkt für eine gesteigerte Wettbewerbsfähigkeit, für Investitionen und für und sichere Arbeitsplätze.“

Arbeitswelten weiterentwickeln

Im Rahmen der Interessenvertretung hat Koepp weitere Gespräche, wie zum Beispiel mit NRW-Arbeitsminister Rainer Schmeltzer geführt. Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels lag ihm dabei vor allem die betriebliche Ausbildung am Herzen. „Neben der akademischen Ausbildung in den Ingenieurfächern ist auch die betriebliche Ausbildung von Fachkräften ein wichtiger Eckpfeiler unseres unternehmerischen Erfolges. Der Maschinenbau bietet auch für Fachkräfte hervorragende Karrierechancen!“

Minister Schmeltzer ging auf NRW als Vorreiter bei der Digitalisierung und die im letzten Jahr gegründete Allianz „Wirtschaft und Arbeit 4.0“ ein. „Mit der Allianz wollen wir dazu beitragen, dass technologische Innovationen vorangetrieben und eingesetzt werden und die Facharbeit als Wettbewerbsvorteil der Wirtschaft erhalten bleibt. Die Digitalisierung bietet uns die historisch einmalige Chance, Arbeits- und Produktionsprozesse neu zu gestalten: gesünder, altersgerecht und effizienter sowie besser vereinbar mit dem Privatleben. Digitalisierung soll Arbeitsbedingungen verbessern und nicht Arbeitsplätze vernichten!“

Gestaltungsmöglichkeiten erhalten

Für den VDMA liegen die Herausforderungen von Arbeit 4.0 insbesondere im Bereich der Bildung, auf dem Feld der Arbeitsorganisation und bei den arbeitsmarktpolitischen Rahmenbedingungen. Die Notwendigkeit, die Arbeitswelt flexibler zu gestalten, sollte durch tarifliche und vor allem betriebliche Vereinbarungen beantwortet werden. Gerade
im mittelständisch geprägten Maschinenbau haben sich diese bewährt. Weitere
gesetzliche Eingriffe würden dagegen die Digitalisierung der Produktion behindern. Hier warb Koepp für eine umsichtige Herangehensweise, die es den Unternehmen erlaube, das Thema mit Gestaltungsspielraum auf der betrieblichen Ebene und praxisnah zu adressieren. Er warnte vor einer vorschnellen politischen Regulierung.

Integration von Flüchtlingen

Ein weiteres Thema des gemeinsamen Austauschs war die Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt. Da nur wenige Asylsuchende über die nötigen schulischen oder beruflichen Voraussetzungen verfügen, sind zu ihrer Integration enorme Kraftanstrengungen erforderlich – von der Gesellschaft ebenso wie von den Flüchtlingen selbst. Koepp wies darauf hin, dass es hierzu seitens der Gesetzgebung unbedingt nötig sei, Rechtssicherheit zu schaffen und klare Regeln aufzustellen. Wenn Flüchtlinge beispielsweise eine Ausbildung starten, sei es wichtig, dass sie nach deren Abschluss noch weitere Jahre in ihrem Ausbildungsbetrieb weiterarbeiten können.

Aus allen bisher geführten Gesprächen kristallisierte sich heraus, dass es zwischen den unterschiedlichen Gesprächspartnern viele gemeinsame Ziele gibt. Alle Beteiligten waren sich darin einig, den Dialog fortzusetzen.