Offene Märkte sichern Arbeitsplätze im Mittelstand

VDMA

Offene Märkte und freier Handel ohne Barrieren sind von entscheidender Bedeutung für Unternehmen, das gilt insbesondere auch für global agierende mittelständische Betriebe.

Offene Märkte und freier Handel ohne Barrieren sind von entscheidender Bedeutung für Unternehmen, das gilt insbesondere auch für global agierende mittelständische Betriebe. Sie sind es, die in ihren Regionen jenseits der großen Städte für wichtige Arbeitsplätze sorgen, so auch in der Region Südwestfalen.

„Wir haben eine Exportquote von über 80 Prozent. Freihandelsabkommen sind daher ein wichtiges Thema für uns und direkt mit unserer Unternehmensrealität im internationalen Wettbewerb verbunden“, sagte Siegfried Koepp, Geschäftsführer der EMG Automation GmbH in Wenden. Im Gespräch mit dem Bundestagsabgeordneten Dr. Matthias Heider (CDU) erläuterte der mittelständische Unternehmer, der am Stammsitz in Wenden rund 350 Menschen beschäftigt, warum die viel zitierten „Hidden Champions“ mehr Einsatz der Politik für den Freihandel erwarten. „Wir beliefern unsere Kunden in über 90 Ländern der Welt. Damit sind vielseitige Anforderungen und komplexe Regelwerke verbunden, die den Export nicht immer einfach machen. Freihandelsabkommen wie CETA oder auch TTIP sind vor diesem Hintergrund sehr wichtig, denn sie bauen Handelshemmnisse ab und machen uns wettbewerbsfähiger“, sagte Siegfried Koepp, dessen Automationstechnik in vielen industriellen Bereichen eingesetzt wird.

So sieht es auch der Bundestagsabgeordnete Dr. Heider: „Unser Ziel muss es sein, Aufwand im Export zu verringern. Die Einhaltung von Zollbestimmungen darf deutsche Unternehmen nicht fesseln. Wir wollen die Chancen für den deutschen Maschinenbau verbessern, deshalb stärken wir weitere Freihandelsabkommen nach dem Muster von CETA.“

Ulrich Ackermann, Leiter der VDMA Außenwirtschaft, betonte ebenfalls die Bedeutung des Freihandels und verwies auf die hohe Exportquote des Maschinen- und Anlagenbaus. „Der Maschinenbau aus Deutschland hat 2016 etwa 220 Milliarden Euro umgesetzt, die Exportquote liegt bei über 75 Prozent. Über 600.000 Arbeitsplätze sind direkt vom Export abhängig. Daran wird deutlich, welch großen Stellenwert der Außenhandel hat.“ Hinzu kommt, dass mittlerweile rund 35 Prozent des Exports in Länder mit hohen Einfuhrhürden geht. „Freihandel braucht daher die klare Fürsprache der Politik, denn es geht letztlich um Arbeitsplätze und Wohlstand in unserem Land. Protektionismus und Abschottung werden hingegen alle Marktteilnehmer zu Verlierern machen“, betonte Ackermann.

Der Bundestagsabgeordnete Dr. Heider dankte Siegfried Koepp und dem VDMA für ihre Initiative: „Unternehmen müssen sich aktiv in die gesellschaftliche Debatte einbringen, denn nur der Schulterschluss vieler Akteure kann Populismus und Protektionismus entgegenwirken."