Für eine starke Industrie in Nordrhein-Westfalen

Der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau in Nordrhein-Westfalen hat vor der Landtagswahl 2017 seine politischen Kernforderungen vorgelegt, die sich auf die für den Maschinen- und Anlagenbau wichtigsten Themenfelder konzentrieren.

Im Mittelpunkt der Forderungen an die Landespolitik steht die Wettbewerbsfähigkeit der nordrhein-westfälischen Industrie. Gerade in den Bereichen Digitalisierung, Außenwirtschaft, Energie und Infrastruktur sieht der VDMA NRW dringenden Handlungsbedarf, um international wettbewerbsfähig zu bleiben und den Anschluss nicht zu verlieren.

„Die Industrie steht vor großen Herausforderungen, denen sich auch die Politik stellen muss. Mit der Landtagswahl im Mai 2017 werden die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft für Nordrhein-Westfalen gestellt. Unser Anliegen für die Branche ist es, weiterhin zukunftsträchtige und wettbewerbsfähige Arbeitsplätze zu erhalten und zu schaffen. Hierzu brauchen wir bestmögliche Rahmenbedingungen!“, fordert Siegfried Koepp, Vorstandsvorsitzender des VDMA NRW.

Der VDMA NRW unterstreicht mit seinen Kernforderungen die Bedeutung der Branche als Motor für die hiesige Industrie: Mit mehr als 200.000 Beschäftigten ist der Maschinenbau in Nordrhein-Westfalen größter industrieller Arbeitgeber. Seine knapp 1.600 Unternehmen erwirtschaften 42 Milliarden Euro Umsatz. Unternehmen des Maschinen- und Anlagenbaus leisten einen großen Beitrag zum Erhalt und Ausbau der Wettbewerbsfähigkeit und Effizienz ihrer Kunden sowie des Industriestandortes Nordrhein-Westfalen insgesamt. Sie integrieren neueste Technologien, realisieren diese mittels intelligenter Produktion und transportieren sie in alle Industriezweige. Seine innovativen Technologien werden weltweit nachgefragt. Als Ausrüster für die weltweite Industrie bietet der Maschinenbau Lösungen für die wichtigsten zukünftigen Herausforderungen wie Mobilität, Energie, Ressourceneffizienz und Nahrungsmittelversorgung.

„Der Maschinen- und Anlagenbau bildet das Rückgrat der hiesigen Industrie und ist für die Zukunft gewappnet. Nun muss die Politik die richtigen Weichen für die Zukunft stellen!“, sagt Koepp.

Konkrete Forderungen für ein investitionsstarkes und innovatives NRW

Der VDMA NRW sieht folgenden politischen Handlungsbedarf:

  • Die globale Wettbewerbsfähigkeit des nordrhein-westfälischen Maschinen- und Anlagenbaus muss durch die bestmöglichen Rahmenbedingungen gestärkt werden. Das heißt, insbesondere Investitionen in die Verkehrsinfrastruktur sowie Verringerung von bürokratischen Anforderungen.
  • Der Digitalisierung kommt eine entscheidende Bedeutung beim Kampf um die vordersten Plätze im internationalen Wettbewerb zu. Um die Spitzenposition des nordrhein-westfälischen Maschinen- und Anlagenbaus auch weiterhin verteidigen zu können, muss der Breitbandausbau zügig vorangetrieben werden. Darüber hinaus muss die Politik Gestaltungsmöglichkeiten bei flexiblen Arbeitszeitmodellen sowie bei Werk- und Dienstverträgen erlauben.
  • Steuern und Abgaben dürfen die internationale Wettbewerbsfähigkeit nicht unverhältnismäßig beeinträchtigen. Nordrhein-Westfalen braucht ein effizientes, wachstumsfreundliches Steuer- und Abgabensystem. Die steuerliche Forschungsförderung zählt ebenso hierzu wie das Senken des standortschädlichen Gewerbesteuerniveaus.
  • Für das Exportland NRW ist freier Handel eine Voraussetzung für Wohlstand und Beschäftigung und jede Form von Protektionismus kontraproduktiv. Handelsbarrieren müssen abgebaut und Wachstumsimpulse gesetzt werden.
  • Der NRW-Maschinenbau hat sich schon lange als Lösungsanbieter für effiziente und nachhaltige Energiesysteme bewiesen. Die Ziele der Energiepolitik – Umweltverträglichkeit, Versorgungssicherheit, Wirtschaftlichkeit – müssen bei den energiepolitischen Maßnahmen in allen Sektoren der Energiewende gleichrangig berücksichtigt werden und mit Augenmaß erfolgen.

Ausführliche Informationen zu den Kernforderungen finden Sie im Download.

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