Dritte Veranstaltung der Reihe: „Industrie 4.0 – Von der Theorie in die Praxis“

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Am 18. November 2016 fand die dritte und letzte Veranstaltung der Reihe „Industrie 4.0 – Von der Theorie in die Praxis“ mit 14 Teilnehmern im Berghotel Johanneshöhe in Siegen statt. Ziel der Reihe war, die Vision von Industrie 4.0 in der Praxis zu verwirklichen. Unternehmen sollte ein Vorgehensmodell zu Industrie 4.0 an die Hand gegeben werden, um die Potenziale im eigenen Unternehmen zu erkennen und zu nutzen.

Nirugaa Natkunarajah, Referentin VDMA NRW, stellte das breite Angebotsportfolio des VDMA im Bereich Industrie 4.0 vor, das vom Forum Industrie 4.0 in Frankfurt zentral koordiniert wird. Hierzu gehören unter anderem Studien, Publikationen und LabTouren. Mithilfe der Publikationen können Unternehmen nicht nur ihre Bereitschaft zu Industrie 4.0 prüfen (Stichwort „Industrie 4.0-Readiness“), sondern auch lernen, wie sie Industrie 4.0 im eigenen Unternehmen umsetzen können. Hierbei unterstützt der „Leitfaden Industrie 4.0“ des VDMA.

Markus Oymann, Senior Security Resulter der IT-Strategie- und Technologieberatung @-yet GmbH, zeigte die Bedeutung der IT-Sicherheit im Zeitalter von Industrie 4.0 auf. Eindrucksvoll berichtete er über die Gefahren, die die vernetzte digitale Welt birgt, und welche Maßnahmen getroffen werden können, um diese zu vermeiden. Mit der Einrichtung einer hohen IT-Sicherheit und dem Befolgen von Regeln stünden der intelligenten Vernetzung von Mensch, Maschine und Produkt mithilfe moderner Informations- und Kommunikationstechnik nichts im Weg.

Der dritte Referent der Veranstaltung, Benedikt Klee, wissenschaftlicher Mitarbeiter vom wbk Institut für Produktionstechnik des KIT, stellte den Leitfaden Industrie 4.0 vor. Dieser beschreibt ein Vorgehensmodell, Potenziale für Produkte und Produktion in Bezug auf Industrie 4.0 zu identifizieren und daraus Geschäftsmodelle zu entwickeln. Das Modell beinhaltet zwei Werkzeugkästen: 'Produkte' und 'Produktion'.

Die Werkzeugkästen zeigen verschiedene Entwicklungsstufe von Industrie 4.0 für unterschiedliche Anwendungsebenen. Anhand von Praxisbeispielen erläuterte er die verschiedenen Anwendungsebenen und Entwicklungsstufen. Der Leitfaden beinhaltet die fünf Phasen Vorbereitung, Analyse, Kreativität, Bewertung und Einführung. Im Anschluss an den Vortrag wurden die einzelnen Phasen im Rahmen eines Workshops geschult.

Ziel der Veranstaltung war, die Teilnehmer zu schulen und zu befähigen, das Vorgehensmodell „Industrie 4.0“ im eigenen Unternehmen umzusetzen. Die Resonanz zur dritten Veranstaltung der Reihe war durchweg positiv, vor allem die Praxisbeispiele, die gut handhabbaren Baukästen und die Vorgehensweise zur Innovationsgewinnung wurden gelobt. Aufbauend auf diese Veranstaltungsreihe wird eine Arbeitsgruppe Industrie 4.0 für den regelmäßigen Erfahrungsaustausch der bisherigen Teilnehmer der Veranstaltungsreihe Industrie 4.0 Von der Theorie in die Praxisgegründet. Die erste Sitzung dieser Arbeitsgruppe wird am 19. Januar 2017 bei der EMG Automation GmbH in Wenden stattfinden.