Studie: Karriereperspektiven mit beruflicher Ausbildung

HAVER & BOECKER

Die berufliche Ausbildung spielt in der deutschen Industrie nach wie vor eine tragende Rolle. Eine neue Studie des Instituts für Angewandte Wirtschaftsforschung (IAW) Tübingen für die IMPULS-Stiftung des VDMA zeigt für den Maschinen- und Anlagenbau, dass Beschäftigte mit dualer beruflicher Ausbildung sehr zufrieden mit ihrer Arbeit sind.

Die Studie zeigt, dass die Perspektiven mit einer beruflichen Ausbildung im Maschinen- und Anlagenbau sehr gut sind und von den Beschäftigten auch positiv wahrgenommen werden. Darüber hinaus zeigt sie Handlungsmöglichkeiten auf, wie die Unternehmen Tätigkeiten und Karrieren mit beruflicher Ausbildung noch attraktiver machen können: „Unternehmen sollten sich gegenüber ihren Beschäftigten flexibel zeigen, was etwa die Organisation der Arbeitszeiten betrifft, beispielsweise bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf“, so Professor Bernhard Boockmann, wissenschaftlicher Direktor am IAW und einer der Autoren der Studie. „Potenzial besteht auch in der Personalentwicklung und bei Weiterbildungsangeboten. Für die technischen Berufe sollte intensiv geworben werden, um die Möglichkeiten für eine Karriere mit Lehre bekannter zu machen und das Image technischer Berufe weiter zu verbessern.“

Quintessenz der Studie ist: Auch eine ‚Karriere mit Lehre‘ geht im Maschinen- und Anlagenbau, und sie macht Spaß“, erklärt Dr. Manfred Wittenstein, stellvertretender Vorsitzender des Kuratoriums der IMPULS-Stiftung des VDMA. „In Zeiten zunehmender Akademisierung müssen wir wieder mehr junge Menschen für eine technische Ausbildung begeistern. Dafür müssen zuallererst auch wir als Industrie begeistern: mit innovativen Technologien, attraktiven Berufen und durchlässigen Bildungs- und Karrierewegen. Nicht zuletzt müssen wir zu einer gelebten Wertschätzung von beruflich Ausgebildeten kommen – in den Unternehmen genauso wie in der Öffentlichkeit und Politik. Die gleiche Augenhöhe zu den Akademikern ist keine Frage der Körpergröße, sondern notwendig und selbstverständlich.“