Nordrhein-Westfalen erhält neues Kompetenzzentrum Mittelstand 4.0

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Eines von bundesweit fünf Kompetenzzentren Mittelstand 4.0 kommt nach Nordrhein-Westfalen. Ein Konsortium unter Führung des Fraunhofer Instituts für Materialfluss und Logistik (Dortmund) hat gemeinsam mit den starken Kompetenzen aus Ostwestfalen, Aachen und Mülheim den Zuschlag erhalten. Gleichzeitig wird es an den Standorten Dortmund und Köln Mittelstand-Agenturen 4.0 zu speziellen Themenfeldern der Digitalisierung geben. Wie Wirtschaftsminister Garrelt Duin am Montag, den 21. September 2015, in Düsseldorf mitteilte, hat Bundesminister Sigmar Gabriel jetzt den Start für die neuen Kompetenzzentren bekannt gegeben.

Minister Duin: „Das ist ein sehr guter Tag für den Wirtschaftsstandort Nordrhein-Westfalen, vor allem für unsere mittelständischen Unternehmen. Erstmals werden wir unsere international herausragenden Forschungseinrichtungen und Unternehmensverbünde unter einem Dach vereinen. Mit dem Know-how des Fraunhofer-Instituts in Dortmund, der RWTH Aachen, den Forschungseinrichtungen in Ostwestfalen und dem Effizienzcluster Management in Mülheim können wir unserem Mittelstand eine ausge¬zeichnete Innovations- und Transferplattform anbieten. Damit haben wir allerbeste Chancen, einen Quantensprung in Sachen Digitalisierung der heimischen Wirtschaft zu ermöglichen. Die Entscheidung des Bundeswirtschaftsministeriums für ein Kompetenzzentrum am Standort Nordrhein-Westfalen ist auch ein Ausweis unserer Leistungskraft bei komplexen digitalen Lösungen.“

Das neue „Kompetenzzentrum Mittelstand 4.0 West“ wird vom Bund mit 7,4 Millionen Euro gefördert. Es beschäftigt sich künftig mit folgenden inhaltlichen Schwerpunkten:

  • Das „Hub OWL“ mit dem Fraunhofer Anwendungszentrum Industrial Automation (Lemgo) der Fraunhofer Projektgruppe Entwurfstechnik Mechatronik (Paderborn), dem Institut für Informatik (Uni Paderborn), der Universität Bielefeld, der Hochschule Ostwestfalen-Lippe) hat den Schwerpunkt intelligente Automatisierung von Produkten und Produktionssystemen.
  • Das „Hub Metropole Ruhr“ Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik (Dortmund) und die Effizienz Cluster Management GmbH (Mülheim) beschäftigt sich mit effizienten, autonomen und wandelbaren Logistiksystemen.
  • Das „Hub Rheinland“ mit dem Forschungsinstitut für Rationalisierung (Aachen) und dem Werkzeugmaschinenlabor an der RWTH Aachen bietet Expertise im Bereich Produktionstechnik.

Zusätzlich zu den Kompetenzzentren hat das Bundeswirtschaftsministerium insgesamt vier Mittelstand 4.0-Agenturen ausgeschrieben, die spezielle Schwerpunktthemen der Digitalisierung bearbeiten und im Oktober ihre Arbeit aufnehmen. Zwei dieser Agenturen werden ihren Sitz ebenfalls in Nordrhein-Westfalen haben. Die Mittelstand 4.0-Agentur „Prozesse“ unter der Leitung des FTK-Forschungsinstituts für Telekommunikation und Kooperation e.V. in Dortmund wird Unterstützung beim Einsatz von digitalem Prozess- und Ressourcenmanagement anbieten. Die Mittelstand 4.0-Agentur „Handel“ unter der Leitung von ifH Institut für Handelsforschung GmbH in Köln beantwortet Fragen zu neuen Technologien im Digitalen Handel wie beispielsweise zur eRechnung und zum Produktionsverbindungshandel.

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Bildquelle : DLR

Grothof, Ina
Grothof, Ina