Maschinen- und Anlagenbau in NRW: Seitwärtsbewegung auf hohem Niveau

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Der Umsatz des nordrhein-westfälischen Maschinen- und Anlagenbaus pendelte sich 2015 bei 42 Milliarden Euro und damit ca. 800 Millionen unter dem Vorjahresniveau ein. Aktuell bewegt sich der Umsatz auf diesem Niveau seitwärts.

Unsicherheiten auf den globalen Märkten und die leicht rückläufige Auslandsnachfrage haben diese Entwicklung geprägt. Etliche für den NRW-Maschinenbau wichtige Teilbranchen haben das letzte Jahr negativ abgeschlossen und die Entwicklung im nordrhein-westfälischen Auftragseingang nachteilig geprägt. Nordrhein-Westfalen deckt mit seiner Vielfalt an Teilbranchen, die jeweils unterschiedlichen Entwicklungszyklen unterliegen, ein breites Spektrum ab.

Leichter Beschäftigungsrückgang im NRW-Maschinenbau

Nach vier Jahren Beschäftigungszuwachs ist die Zahl der der Mitarbeiter wieder leicht rückläufig: Im Jahresdurchschnitt beschäftigte der nordrhein-westfälische Maschinen- und Anlagenbau 196.000 Mitarbeiter in Betrieben mit mehr als 50 Beschäftigten. Damit liegt die Zahl der Mitarbeiter im Maschinen- und Anlagenbau in Nordrhein-Westfalen um 3.318 unter dem Vorjahr. Trotz des Rückgangs ist der Maschinenbau größter industrieller Arbeitgeber und das Herzstück der Wirtschaft in Nordrhein-Westfalen ist.

Maschinen aus NRW international gefragt

Nach wie vor ist der Maschinenbau die exportintensivste Branche Nordrhein-Westfalens. Rund 70 Prozent der hier produzierten Maschinen und Anlagen gehen in den Export. Traditionell stehen hier die Lieferungen auf den europäischen Markt mit über der Hälfte der gesamten Maschinenexporte aus Nordrhein-Westfalen an erster Stelle; dahinter die Regionen Asien mit 27 Prozent und Amerika mit 16 Prozent.

2015 wurde beim Export ein durchschnittliches Ergebnis erzielt. Die Unternehmen exportierten Maschinen und Anlagen im Wert von 28,3 Milliarden Euro und lagen damit um 2,3 Prozent unter den Zahlen von 2014 (29 Milliarden Euro). Der Absatz nach China sank im Vergleich zum Vorjahr um 5 Prozent auf 3,1 Milliarden Euro und liegt damit beinahe eine Milliarde unter seinem Spitzenwert aus dem Jahr 2011 (4,1 Milliarden Euro). Exporte in die USA konnten 2015 beinahe um 2 Prozent auf 2,9 Milliarden Euro zulegen und haben damit ihren höchsten bisher erzielten Wert erreicht. Auf den Plätzen drei und vier folgen Frankreich mit 1,5 (-4 Prozent) und das Vereinigte Königreich mit 1,2 Milliarden (+7 Prozent) Euro. Platz fünf und sechs belegten Polen und die Niederlande mit Maschinenexporten aus NRW von jeweils 1,1 Milliarden Euro. Die russische Föderation – lange Jahre drittgrößter NRW-Markt – verlor im letzten Jahr 26 Prozent und belegt mit ca. 930 Millionen Euro Export nun Platz neun.

Möllemann, Klaus
Möllemann, Klaus