Zahl der Woche

VDMA

Laut einer VDMA-Umfrage, an der sich Ende November knapp 500 Mitgliedsunternehmen beteiligten, rechnen rund 70% der Befragten mit einer stabilen Entwicklung der Anzahl der Ausbildungsplätze, dualen Studienplätze und Plätze für Bachelor- und Master-Arbeiten im eigenen Unternehmen.

Eine abnehmende Tendenz erwarten nur ca. 20%, während dementsprechend etwa 10% von einem zunehmenden Trend ausgehen. Allerdings rechnen gleichzeitig 40% der Befragten damit, dass die Zahl der Praktikumsplätze abnehmen wird. Das betrifft Schüler noch stärker als Studenten. Darüber hinaus geht fast jeder dritte Umfrageteilnehmer davon aus, dass weniger Hochschulabsolventen/Berufseinsteiger eingestellt werden.

Im Mai hat der VDMA bereits eine ähnliche Umfrage durchgeführt. Beim Vergleich der Ergebnisse fällt auf, dass zu Beginn der Corona-Pandemie viele davon ausgingen, dass die Anzahl der Bewerber pro Ausbildungsplatz steigen würde. Vermutlich, weil von einem geringeren Angebot an Ausbildungsplätzen ausgegangen wurde. Mittlerweile sprechen dagegen viele Umfrageteilnehmer von weniger Bewerbern pro Ausbildungsplatz. Es wird während der Pandemie als schwierig erachtet, Kontakt zu potenziellen Bewerbern aufzunehmen und Interesse für angebotene Stellen zu wecken. Veranstaltungen wie z.B. Ausbildungsmessen können nicht stattfinden und auch viele Praktikumsplätze fallen aufgrund von Kontaktbeschränkungen weg. Beides erschwert die Rekrutierung und führt häufig zu einer geringeren Anzahl an Bewerbern. Praktikanten und Auszubildende gehören zu den Gruppen, die laut Umfrageteilnehmern am meisten von den veränderten Rekrutierungsbedingungen betroffen sind.

Insgesamt betrachtet werden die Karrierechancen von Auszubildenden, dual Studierenden und Hochschulabsolventen allerdings als relativ stabil beurteilt. Personal wird vielerorts nach wie vor händeringend gesucht. Selbst wenn es insgesamt weniger Stellen geben sollte, wird das Angebot in der Regel noch immer als ausreichend beurteilt.