Liquiditätsmanagement in Krisenzeiten

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Bedingt durch die aktuelle Wirtschaftslage steht das Thema „Working Capital Management“ im Maschinen- und Anlagenbau nun wieder verstärkt im Vordergrund. Doch viele Unternehmen nutzen bislang nur die klassischen Stellschrauben, wie zum Beispiel Auftragseingang, Umsatz und Ergebnis.

Am 13. Mai 2020 fand das Online-Veranstaltung „Liquiditätsmanagement in Krisenzeiten“ statt, in dem die Blitz-Umfrage „Liquiditätsbedarfe“ sowie der Leitfaden „Working Capital Management“ des VDMA vorgestellt wurden.

Nicht nur in Krisenzeiten sollte das Working Capital im Blick behalten werden. Doch in der aktuellen Phase ist es umso wichtiger, da es unverschuldet zu Liquiditätsengpässen kommen kann, welche überbrückt werden müssen. Das Ziel für die Unternehmen muss es also sein, dass das Kapital möglichst kurz in Form des Umlaufvermögens gebunden ist. Die nun abgeflaute Situation sollte dazu genutzt werden Ein- und Auszahlungen sowie Lagerdurchlaufzeiten auf den Prüfstand zu stellen. Ebenso kann es aktuell helfen, beim Controlling von Zahlungseingängen noch genauer hinzuschauen und früher tätig zu werden. Hierdurch können mögliche Risiken des Zahlungsausfalls entdeckt werden. Eine Umstellung auf Vorkasse ist ebenso ein denkbarer Weg.

Die Teilnehmer diskutierten sehr angeregt über die verschiedenen Möglichkeiten wie ein Unternehmen Liquiditätsengpässe vermeiden kann. Hierbei wurde deutlich, dass es keine Denkverbote geben darf. Es sollten alle Möglichkeiten ausgeschöpft werden, um Kapital freizusetzen. Es wurden viele verschiedene Optionen besprochen, wie zum Beispiel das partielle temporäre Abmelden des Fuhrparks, wenn dieser gerade nicht benutzt werden kann, die Verlängerung von Zahlungszielen, die Überprüfung von Lagerbeständen oder Maßnahmen im Personalbereich, wie Angebote von Sabbaticals.

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Veranstalter

Die Veranstaltung wurde von ProduktionNRW angeboten. ProduktionNRW ist das Kompetenznetz des Maschinenbaus und der Produktionstechnik in Nordrhein-Westfalen und wird vom VDMA NRW durchgeführt. ProduktionNRW versteht sich als Plattform, um Unternehmen, Institutionen und Netzwerke untereinander und entlang der Wertschöpfungskette zu vernetzen, zu informieren und zu vermarkten. Wesentliche Teile der Leistungen, die ProduktionNRW erbringt, werden aus Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) gefördert.