Zahl der Ingenieurinnen und Ingenieure im Maschinenbau in NRW weiterhin auf hohem Niveau

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Der nordrhein-westfälische Maschinenbau baut trotz globaler Unsicherheiten weiter Ingenieure auf, wie die alle drei Jahre durchgeführte Erhebung des VDMA zeigt.

Der nordrhein-westfälische Maschinen- und Anlagenbau beschäftigt 198.598 Mitarbeiter und ist der größte industrielle Arbeitgeber in NRW. Aktuell sind in NRW 28.200 Ingenieurinnen und Ingenieure – und damit mehr als in anderen Branchen – beschäftigt. Gemessen an der Gesamtzahl der Beschäftigten in NRW beträgt der Ingenieuranteil, 14,2 Prozent und befindet sich – trotz einer leichten Abnahme im Vergleich zur vorangegangenen Erhebung im Jahr 2016 (15,7 Prozent) – weiterhin auf einem hohen Niveau. Mehr als ein Drittel (37 Prozent) der Ingenieure ist in der Konstruktion beschäftigt, gefolgt von der Forschung und Entwicklung (22 Prozent).

Gleichzeitig treibt die Branche die Sorge um die künftige Verfügbarkeit von Fachkräften um. Von den befragten Unternehmen rechnen 49 Prozent damit, dass die Zahl der Ingenieure in den Unternehmen in den kommenden fünf Jahren zunehmen wird. 43 Prozent rechnen mit einer gleichbleibenden Zahl an Ingenieuren. Mit einem Mangel an Ingenieur-Bewerbern rechnen die befragten Unternehmen vor allem in den Bereichen Forschung & Entwicklung, Konstruktion und Vertrieb.

Die VDMA-Erhebung zeigt zudem, dass die Unternehmen schon heute Schwierigkeiten haben, offene Stellen adäquat und zeitnah zu besetzen. Jede vierte Stelle wurde in NRW nur zeitverzögert besetzt, und dies teilweise mit Vakanzzeiten von mehr als einem Jahr.

Ingenieure für Industrie 4.0

Als größter industrieller Arbeitgeber und Enabler für zahlreiche andere Branchen ist der Maschinen- und Anlagenbau ein branchenübergreifender Treiber für Innovationen in Nordrhein-Westfalen. Er ist Enabler für andere Branchen und seine Ingenieure und Fachkräfte entwickeln die Technologien und Produkte der Zukunft. Sie tragen maßgeblich zur Wertschöpfung in NRW bei. Vor diesem Hintergrund haben rund ein Viertel der Umfrageteilnehmer bereits nach zusätzlichen Fachkräften gesucht, um Digitalisierungsprojekte umzusetzen.

„Wir rechnen damit, dass diese Zahl in den kommenden Jahren steigen wird“, kommentiert Bernd Supe-Dienes, Vorstandsvorsitzender des VDMA NRW. „Wir brauchen fachlich qualifizierte Mitarbeiter, die Entscheidungen im Sinne von Industrie 4.0 treffen können und in der Lage sind, die Chancen der Digitalisierung, in Technologien und Produkte umzusetzen.“

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