Forschungsförderung – NRW

Das Land Nordrhein-Westfalen bietet Förderprogramme an, um Bereiche, die für die nordrhein-westfälische Wirtschaft von besonderer Bedeutung sind, zu fördern. Die Forschungsförderung orientiert sich dabei an den großen gesellschaftlichen Herausforderungen.

Förderprogramme des Ministeriums für Wirtschaft, Innovation, Digitales und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen

 

Förderprogramme des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen

  • Beratung von Unternehmen zur Fachkräftesicherung / Potenzialberatung
    In diesem Programm wird die beteiligungsorientierte Beratung von Unternehmen aus NRW gefördert. Im Rahmen der Beratung muss eines der Themenfelder 1) Arbeitsorganisation, 2) Demographischer Wandel, 3) Gesundheit. 4) Digitalisierung oder 5) Kompetenzentwicklung und Qualifizierungsberatung, bearbeitet werden. Gefördert werden dabei 50 Prozent der Ausgaben (ohne Umsatzsteuer) für maximal zehn Beratungstage und 500 Euro pro Beratungstag.
  • Beschäftigtentransfer (Förderung von Transfergesellschaften)
    Im Rahmen des Programms wird der Transfer von Arbeitslosigkeit Bedrohter in eine neue Beschäftigung durch Beratung und flankierende Tätigkeiten gefördert. Zur Förderung muss unter anderem eines der folgenden Kriterien aus das Unternehmen zutreffen:  1) Ein Unternehmen, das gem. EU-Kriterien als kleines und mittleres Unternehmen (KMU) einzustufen ist. Die KMU-Eigenschaft ist vom Unternehmen zu erklären. 2) Ein Unternehmen, das von Insolvenz bedroht bzw. insolvent ist. Der Nachweis ist z.B. durch einen Beschluss des Amtsgerichts zu erbringen. 3) Ein Unternehmen, welches sich nachweislich in wirtschaftlichen Schwierigkeiten befindet und für die Region eine besondere arbeitsmarktpolitische Bedeutung hat. Der Nachweis ist zu erbringen. oder 4) Im Unternehmen müssen Beschäftigte durch einen Personalabbau von Arbeitslosigkeit bedroht sein. Die Förderhöhe beträgt pro Monat und Stelle eine Pauschale in Höhe von 80 Prozent der Standardeinheitskosten und die Förderdauer 12 Monate.
  • Bildungsscheck NRW
    Im Rahmen des Bildungsscheck NRW fördert das Land Nordrhein-Westfalen mit Unterstützung des Europäischen Sozialfonds (ESF) die Beteiligung an beruflicher Weiterbildung. Diese können der beruflichen Qualifizierung oder auch der Vermittlung fachlicher Kompetenzen oder Schlüsselqualifikationen dienen. Dabei werden auch neue Formen der Weiterbildung wie z.B. onlinebasierte Fortbildungen (z.B. Online - Veranstaltunge) und E-Learning gefördert. Im betrieblichen Zugang werden auch innerbetriebliche Seminare (Inhouse-Seminare) gefördert. Anspruch auf Förderung ist Einzelpersonen sowie Unternehmen gewährt. Im betrieblichen Zugang sind KMU < 250 Beschäftigten mit Sitz oder Arbeitsstätte in Nordrhein-Westfalen förderfähig. Beim individuellen Zugang muss das zu versteuernde Jahreseinkommen zwischen 20.000 Euro und 40.000 Euro (bei gemeinsam Veranlagten zwischen 40.000 EUR und 80.000 EUR) betragen. Bei geringeren Jahreseinkommen kann die Bildungsprämie des Bundes genutzt werden. Dahingegen bestehen beim betrieblichen Zugang besteht keine Einkommensobergrenze. Die Förderhöhe beträgt maximal 50 Prozent der Kurskosten, höchstens jedoch 500 Euro. Beim betrieblichen Zugang können maximal zehn Bildungsschecks, beim individuellen Zugang ein Bildungsscheck je Kalenderjahr beantragt werden.
  • Fachkräfte.NRW – Projektaufruf zur Initiative der Fachkräftesicherung Im Rahmen dieses Programms werden Projekte folgender drei Handlungsfelder gefördert: 1) Stärkere Nutzung des Erwerbspotenzials, 2) Stärkere Berücksichtigung des technischen Wandels mit dem Schwerpunkt Digitalisierung, Vernetzung und Industrie 4.0 und 3) Modernisierung der beruflichen Aus- und Weiterbildungsinfrastruktur, gefördert. Übergeordnetes Ziel ist die Aktivierung, Unterstützung und Weiterentwicklung der Fachkräftepotenziale zur Vermeidung einer künftigen. Antragsberechtigt seitens Unternehmen sind KMU, weitere Einrichtungen, die antragsberechtigt sind, entnehmen Sie bitte den weiterführenden Informationen. Die Projektlaufzeit sollte 24 Monate nicht überschreiten und spätestens am 31. Dezember 2022 beendet sein. Der Förderumfang beträgt maximal 50 % der förderfähigen Gesamtausgaben. Projektskizzen können in den Handlungsfeldern 1 und 2 zu dem Stichtag 31. Mai 2020 und im Handlungsfeld 3 laufend über die Regionalagenturen bzw. über die Bezirksregierungen eingereicht werden.
  • Förderung der betrieblichen Ausbildung im Verbund
    In diesem Programm fördert das Land Nordrhein-Westfalen mit Unterstützung des Europäischen Sozialfonds (ESF) die Bereitstellung betrieblicher Ausbildungsplätze in einem Ausbildungsverbund zwischen Betrieben und einem Bildungsdienstleister. Das Ziel ist dabei eine Verbesserung des betrieblichen Erstausbildungsangebotes, insbesondere bei kleinen und mittleren Betrieben, zu erreichen. Den Ausbildungsvertrag abschließende Unternehmen darf in der Regel weniger als 250 Beschäftigte haben und das Unternehmen darf nicht allein ausbilden kann. Beides muss von der Kammer bestätigt werden. Die Ausbildung im Verbund muss so konzipiert sein, dass die Ausbildungszeit bei den Verbundpartnern mindestens sechs Monate und beim Ausbildungsvertrag abschließenden Unternehmen mindestens 12 Monate beträgt. Die Höhe des Zuschusses beträgt 4 500 € je Ausbildungsplatz. Anträge sind an die zuständige Bezirksregierung zu richten.