Industrie 4.0-Kompetenz

Durch eine umfassende, zielgruppenspezifische Vermarktung des Industriestandortes Nordrhein-Westfalen mit besonderem Fokus „Maschinenbau und Industrie 4.0“ soll dessen Profil nach innen und außen geschärft und seine Leistungskraft – national wie international – ins Blickfeld gerückt werden.

ProduktionNRW präsentiert die Branche mit den dazugehörigen Unternehmen, Hochschul- und Forschungseinrichtungen sowie dem Cluster selbst auf Messen im In-und Ausland. Durch seine Messepräsenz macht ProduktionNRW  gemeinsam mit den beteiligten  Unternehmen die Leistungsfähigkeit des Maschinenbaus und des  Industriestandortes NRW auf dem Zukunftsfeld Industrie 4.0 sichtbar.

Eine besondere Bedeutung kommt diesen Aktivitäten zu, wenn es um die Ansiedelung ausländischer Unternehmen geht. Denn dadurch werden hier vorhandene Wertschöpfungskompetenzen ergänzt oder sogar maßgeblich erweitert.

Strategischer Dialog mit Fokus auf Industrie 4.0

Zielgerichtet ergänzt werden diese Aktivitäten des Standortmarketing durch die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit von ProduktionNRW. Internetauftritt und elektronischer Newsletter mit eigener Rubrik Industrie 4.0 sind hierbei die kommu nikativen Ankerpunkte.  Newsletter-Interessenten können sich gerne bei den in der Broschüre aufgeführten Ansprechpartnern melden.

Viele Kommunikationsaktivitäten mit Fokus Industrie 4.0 fließen in die übergeordnete Imagekampagne für den Industriestandort Nordrhein-Westfalen ein. Eine Mitwirkung im Rahmen des Branchendialogs erfolgt dabei ebenso wie die Zusammenarbeit mit NRW.Invest und NRW.International vor dem Hintergrund der Standortwerbung.

Zudem steht ProduktionNRW im strategischen Dialog mit der Politik, der Wissenschaft und der Öffentlichkeit. Dieser will den Standpunkt und die Herausforderungen der Leitmarktbranche Maschinenbau/Anlagentechnik im Hinblick auf Industrie 4.0 mit starken Argumenten vertreten und neue Weichenstellungen einfordern. Dazu können bilaterale Gespräche ebenso dienen wie der Meinungsaustausch in politischen Gremien oder Veranstaltungen, die einen Dialog von Wirtschaft, Wissenschaft und Politik ermöglichen.

Auf diese Weise wird eine Bündelung und Transmission von Wissen erreicht, von der alle Beteiligten profitieren. ProduktionNRW versteht sich dabei als Mittler und Sprachrohr insbesondere für solche Unternehmen, die derzeit intensiv daran arbeiten, sich und damit auch den Industriestandort NRW, zu einem Vorreiter in Sachen Industrie 4.0 zu machen.

Individuelle Beratung

Die Umsetzung einer Industrie 4.0 ist eine überaus komplexe Herausforderung. Das gilt vor allem für mittelständische Unternehmen, die dazu nur begrenzte Ressourcen haben. Umso wichtiger ist es, über eine sichere Entscheidungsgrundlage zu verfügen – beispielsweise hinsichtlich neuer Technologien,möglicher Kooperationspartner oder auch potenziell neuer Geschäftsmodelle.

ProduktionNRW berät Unternehmen persönlich und häufig direkt vor Ort. Denn hier – bei den Firmen selbst – lassen sich die Chancen, Herausforderungen und konkreten Schritte einer Industrie 4.0-Umsetzung am besten  beurteilen. Häufig besteht das Ziel dabei zunächst darin, mit dem Unternehmen eine Selbsteinschätzung im Hinblick auf den eigenen „Industrie-4.0-Reifegrad“ zu diskutieren. Eine gute Basis hierfür bietet die von der VDMA-Impuls-Stiftung veröffentlichte Studie „Industrie 4.0 Readiness“, die auch die Möglichkeit eines  Online-Selbst-Checks beinhaltet.

Weitergehend beantwortet werden können diese Fragen anhand des „Leitfadens Industrie 4.0“. Dieser bietet mittelständischen Unternehmen eine konkrete Orien-tierungshilfe beispielsweise bei der Etablierung neuer Geschäftsmodelle oder der Umsetzung effizienter Prozesse im eigenen  Unternehmen. In der Regel werden die Unternehmen im Sinne eines aktiven Coaching-Prozesses längerfristig begleitet. Neben der Information über die relevanten Themenfelder steht dabei immer auch die Frage nach möglichen Kooperationspartnern im Raum.

Die Beratungsleistungen von ProduktionNRW zielen auf die Schaffung und Festigung von Kontakten zwischen allen relevanten Akteuren entlang der Wertschöpfungskette ab. Konkret geht es dabei insbe sondere um die Vermittlung bzw. Begleitung von Kooperationspartnerschaften auf verschiedenen Ebenen. Vor allem zwischen Unternehmen aus dem Maschinenbau und anderen Branchen, Hochschulen, Forschungseinrichtungen sowie der Politik. Das Eingehen von Kooperationen zwischen mittelständischen Firmen und Hochschul- und Forschungseinrichtungen ist vor allem dann geboten, wenn öffentliche Programme der Forschungsförderung genutzt werden sollen.

Ein wichtiges Fördermittel stellen die sogenannten Leitmarktwettbewerbe des OP EFRE NRW 2014-2020 dar. Ihre wesentlichen Ziele sind der Transfer von wissenschaftlichem Know-how in die wirtschaftliche Nutzung, die Erschließung neuer Märkte, der Abbau von  Innovationshemmnissen und das Schließen der bestehenden Lücken in Wertschöpfungsketten. Der aktuelle Leitmarktwettbewerb Produktion.NRW adressiert den Themenschwerpunkt Industrie 4.0 in besonderer Weise. Es sollen darüber hinaus praxisnahe F&E-Projekte angeregt werden, in denen Entwickler und bevorzugt mittelständische  Anwender von Cyber Physischen Produktionssystemen (CPPS) Hand in Hand vernetzte Produktionsstätten für künftige „Smart Factories“ voranbringen.