Forschungsförderung für den Maschinenbau

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Die Veranstaltung informierte über verschiedene Möglichkeiten der Forschungsförderung im Maschinenbau und über Förderprogramme auf landes-, bundes- und europäischer Ebene.

Unter dem Thema „Forschungsförderung für den Maschinenbau diskutierten am 28. Juni 2017 20 Teilnehmer zu vielfältigen Themen und Fragestellungen rund um die Möglichkeiten der Forschungsförderung im Maschinenbau. Die überwiegend aus kleineren und mittelständischen Unternehmen stammenden Teilnehmer erhielten umfassende Informationen, welche Förderprogramme auf landes-, bundes- und europäischer Ebene attraktiv sein könnten und wie die Förderquote einzuschätzen ist.

Dr. Beate Stahl, Projektmanagerin im Forschungskuratorium Maschinenbau e.V., gab den Teilnehmern einen breiten Überblick über die Förderlandschaft, bestehend aus regionalen, bundesweiten und international orientierten Programmen. Dabei regte sie an, dass Unternehmen ihre Motivation zur Teilnahme an Förderprogrammen gut überdenken sowie die Ziele und Vorteile, die weit über den finanziellen Nutzen hinausgehen, stets im Fokus behalten sollten. Sie erläuterte verschiedene Arten von Forschungsprogrammen, von themengebundenen Fachprogrammen über themenoffene Programme, welche vor allem für KMU attraktiv sind.

Kai Peters, Forschungsreferent im VDMA European Office Brüssel, informierte die Teilnehmer über mögliche europäische Förderungen. Dabei stellte er dar, dass das Einreichen von Förderanträgen auf europäische Ebene zwar teilweise mühsam und aufwändig sein kann, der Aufwand sich – je nach Programm – allerdings lohnt. Insbesondere eine Branche, die stark exportorientierst ist, kann durch die Beteiligung an internationalen Projekten stark profitieren.

Dr. Johannes Bauerdick, zuständig für das Referat Maschinen- und Anlagenbau sowie Produktionstechnik im Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen, gab einen Einblick in die Ziele des OP EFRE NRW (Operationelles Programm Nordrhein-Westfalens für die Förderung von Investitionen in Wachstum und Beschäftigung aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung, EFRE). Durch das Förderprogramm soll der Standort NRW gestärkt und nordrhein-westfälische Unternehmen in die Lage versetzt werden, technologische Entwicklungen und Innovation umzusetzen.

Für den Maschinen- und Anlagenbau wird der Leitmarktwettbewerb Produktion.NRW ausgeschrieben, der neue Projekte insbesondere in den Bereichen „Effizienz in der Produktion“ sowie „Industrie 4.0“ fördert. Dr. Sebastian Dziallach und Kathrin Sauer von der LeitmarktAgentur.NRW gaben detailliert Auskunft über das Bewerbungsverfahren und die Aspekte, die im Zusammenhang mit einer erfolgreichen Teilnahme am Leitmarktwettbewerb Produktion zu beachten sind. Dziallach betonte die Bedeutung von Verbundforschung und ermutigte die Teilnehmer, sich um Verbundprojekte zu bemühen. Die nächste Runde der Ausschreibungen des Leitmarktwettbewerbs Produktion.NRW beginnt im August 2017, die Frist zur Einreichung der Unterlagen ist im Oktober 2017.

Weitere Informationen
•    Leitmarktwettbewerb Produktion.NRW