Übergang zur Rente

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25 Personaler informierten sich am 23. Juli 2015 bei der Firma Rollon GmbH Lineartechnik in Düsseldorf, über aktuelle Möglichkeiten, wie Arbeitnehmer einen schrittweisen Übergang vom Arbeitsleben in die Rente gestalten können. Hierbei wurde die gesetzliche, tarifliche und betriebliche Ebene diskutiert.

In ihrem Praxisbericht stellte Birgitta Bigger, Personalleiterin von Walther Flender GmbH in Düsseldorf, unter anderem dar, wie wichtig es ist, im Gespräch mit älteren Arbeitnehmern, klarzustellen, dass das Unternehmen diesen braucht und behalten möchte. Die persönliche Glaubwürdigkeit des Personalleiters ist dabei eine wichtige Voraussetzung. Für solche Gespräche ist es günstig, wenn der Personalleiter ähnlich alt ist wie der Mitarbeiter, da er sich so besser in dessen Situation versetzen kann. Für einen jüngeren Personalleiter ist es zumindest notwendig, dass dieser sich mit der Situation und dem Lebensweg des Mitarbeiters auseinandersetzt, um Verständnis für die Situation des Mitarbeiters entwickeln zu können.

Peter Langner, Personalleiter der SMS Group in Düsseldorf stellte den firmeneigenen Werkzeugkasten für einen besseren Übergang zur Rente vor. Zu den Tools gehören unter anderem ein Lebensarbeitskonto, in das die Mitarbeiter laufende Bezüge, ihre Gewinnbeteiligung und im Tarifbereich sogar auch die gearbeitete Zeit einbringen. Dieses angesparte Geld kann für die Freistellung vor der Rente, die Verkürzung der Altersteilzeit, Elternzeit oder auch für berufliche Qualifizierungen genutzt werden. Ein weiteres interessantes Tool ist der Einsatz von Transfercoaches, deren Aufgabe es ist, vorhandenes Know-how von älteren Mitarbeitern über einen Wissenstransferprozess im Unternehmen zu verankern.

Kai Sturmfels, Rechtsanwalt für Arbeitsrecht, von der Kanzlei Wendler Tremml in Düsseldorf beleuchtete die rechtliche Seite des Themas. 

In einer Abschlussdiskussion wurde deutlich, dass dieses noch wenig diskutierte Thema und die vielen Informationen bzw. die Möglichkeiten, die vorgestellt wurden, gerne angenommen haben.

 

Bildquelle : VDMA

Petereit, Annette
Petereit, Annette