Erste Veranstaltung der Reihe: „Industrie 4.0 – Von der Theorie in die Praxis“

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Am 14. Juli 2016 fand die erste Veranstaltung der Reihe „Industrie 4.0 – Von der Theorie in die Praxis“ mit 26 Teilnehmern im Swissôtel Neuss statt. Ziel der Reihe ist, die Vision von Industrie 4.0 in der Praxis zu verwirklichen. Unternehmen soll ein Vorgehensmodell zu Industrie 4.0 an die Hand gegeben werden, um die Potenziale im eigenen Unternehmen zu erkennen und zu nutzen.

Eröffnet wurde die Veranstaltung durch Hans-Jürgen Alt, Geschäftsführer des VDMA NRW und Clustermanager von ProduktionNRW. Dr. Beate Stahl, Projektleiterin des VDMA-Forum Industrie 4.0 in Frankfurt, stellte das breite Angebotsportfolio des VDMA im Bereich Industrie 4.0 vor. Hierzu gehören unter anderem Studien, Publikationen und LabTouren. Mithilfe der Publikationen können  Unternehmen nicht nur ihre Bereitschaft zu Industrie 4.0 prüfen (Industrie 4.0 - Readiness) sondern auch lernen, wie sie Industrie 4.0 im eigenen Unternehmen umsetzen können. Hierbei unterstützt der „Leitfaden Industrie 4.0“ des VDMA.

Dr. Markus von Detten, Teamleiter Software bei der JanzTec AG und Dr. Matthias Irle, Leiter Technik Geschäftsbereich Automation der EMG Automation GmbH, berichteten über ihre Erfahrungen mit Industrie 4.0 im eigenen Unternehmen. Beide Referenten haben Industrie 4.0 anhand des VDMA Leitfadens in Teilbereichen des eigenen Unternehmens eingeführt und umgesetzt. Von Detten erläuterte, warum vor allem eine enge und intensive Zusammenarbeit zwischen Zulieferer und Kunden während der Analyse und Entwicklungsphase im Rahmen von Industrie 4.0 wichtig ist. Bei der JanzTec AG hilft der Leitfaden Industrie 4.0 vor allem in der Analysephase, Kundenwünsche und Ideen zu konkretisieren.

Irle zeigte in seinem Vortrag auf, wie Industrie 4.0 neue Chancen in der Qualitätssicherung bietet, und wie das Vorgehensmodell bei der EMG Automation GmbH  durchgeführt wird.

Der vierte Referent der Veranstaltung, Benedikt Klee, wissenschaftlicher Mitarbeiter vom wbk Institut für Produktionstechnik des KIT, stellte den Leitfaden Industrie 4.0 vor. Er beschreibt ein Vorgehensmodell, Poteniale für Produkte und Produktion in Bezug auf Industrie 4.0 zu identifizieren und daraus Geschäftsmodelle zu entwickeln. Das Modell beinhaltet zwei Werkzeugkästen: 'Produkte' und 'Produktion'.

Die Werkzeugkästen zeigen verschiedene Entwicklungsstufe von Industrie 4.0 für unterschiedliche Anwendungsebenen. Anhand von Praxisbeispielen erläuterte er  die verschiedenen Anwendungsebenen und Entwicklungsstufen. Der Leitfaden beinhaltet die fünf Phasen Vorbereitung, Analyse, Kreativität, Bewertung und Einführung. Im Anschluss an den Vortrag wurden die einzelnen Phasen im Rahmen eines Workshops geschult.

Ziel der Veranstaltung war, die Teilnehmer zu schulen und zu befähigen, das Vorgehensmodell „Industrie 4.0“ im eigenen Unternehmen umzusetzen. Die Resonanz zur ersten Veranstaltung der Reihe war durchweg positiv, vor allem die Praxisbeispiele, die gut handhabbaren Baukästen und die Vorgehensweise zur Innovationsgewinnung wurden gelobt.

Natkunarajah, Nirugaa
Natkunarajah, Nirugaa