Exportkontrolle und Zoll für die Geschäftsführung

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Der neue Zollkodex der EU sowie Fragen rund um Exportkontrolle insbesondere für Geschäfte mit Russland/Ukraine und dem Iran standen im Mittelpunkt der Diskussionen.  Für beide Themenfelder gilt: nicht von Gerüchten und Stimmungen verwirren lassen.

Für den neuen Zollkodex empfiehlt Friedrich Wagner von der VDMA Außenwirtschaft den Unternehmen überlegt zu agieren. Man solle sich nicht in Schulungen drängen lassen, denn von den Änderungen seien nur wenige relevant für den Maschinenbau. Aussagen, wie der Status „Zugelassener Wirtschaftsbeteiligter“ (AEO – Authorised Economic Operator) sei künftig erforderlich, seien falsch.

Im Erfahrungsaustausch standen aktuelle Entwicklungen bei Geschäften mit der Türkei und dem Iran im Mittelpunkt.

Für die Exportkontrolle sind die wichtigsten Themen im Russland-Ukraine Embargo und im Iran-Geschäft zu finden. Es gibt eine Reihe weiterer Länder, die bei veränderter politischer Lage ein Embargorisiko haben – dies gilt es im Blick zu behalten. Die Schwäche des russischen Marktes ist nach Einschätzung des Referenten aus der VDMA Außenwirtschaft, Klaus Friedrich, von anderen Faktoren als dem Embargo geprägt. Friedrich verweist aber auf die Dual-Use-Problematik und betont, dass positive Kenntnis einer Verwendung im Rüstungsbereich strafbar ist.

Bei der Diskussion rund um das Iran-Geschäft standen die Probleme der Zahlungsabwicklung und Finanzierung im Mittelpunkt. Hier sind erste positive Veränderungen erkennbar und betroffene Unternehmen sollten sich an den VDMA wenden.

Bildquelle : Claude Beaubien--Fotolia

Seelen, Hans
Seelen, Hans